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Morgengruß von Helmut Harff: Einfach zuhören

... mal sehen, was der andere meint

Es scheint eine der schwierigsten Dinge für viele Menschen zu sein - das Zuhören. Nein, ich meine nicht, das Zuhören beim Konzert oder im Theater, ich meine das Zuhören im täglichen Leben.

Zuhören, das scheint uns von der Evolution nicht so richtig vorgegeben zu sein, das müssen wir sehr mühsam lernen und ich habe den Eindruck, dass die allermeisten - und ich voran - damit riesige Schwierigkeiten haben. Würden wir einander besser zuhören, so gäbe es deutlich weniger Konflikte, Konflikte zwischen zwei Menschen, Konflikte zwischen mehreren Menschen, zwischen großen Gruppen und zwischen Staaten.

Wenn Heimathorst behauptet, die Mutter aller Probleme sei die Migration, so behaupte ich, dass die Mutter aller Problem ist, dass wir nicht zuhören. Hätten Adam und Eva im Paradies mal zugehört, was Gott ihnen gesagt hat, wer weiß, wie das auf der Erde weiter gegangen wäre. Beide wären nicht aus dem Paradies vertrieben worden - zumindest nicht gleich.

Doch warum hören wir nicht zu? Weil wir unsere eigene Sicht der Dinge haben, weil wir unsere Meinung haben. Und, wir sind zumeist davon überzeugt, dass wir wissen, was richtig und vor allem was falsch ist. Wenn wir nun zuhören, dann besteht die große Gefahr, dass wir etwas hören, was zu unserem Weltbild, zu unserer Sicht der Dinge so gar nicht passen will.

Hören wir also wirklich zu und tun nicht nur so, so ist es sehr wahrscheinlich, dass wir eine andere Sicht auf die Dinge, dass wir andere Meinungen hören. Mit denen müssten wir uns dann auch noch auseinadersetzen. Im schlimmsten Fall müssten wir unsere eigene Meinung in Frage stellen, sie sogar revedieren. Das passiert uns ohnehin ständig und es nervt nicht nur, es überfordert uns immer wieder.

Wieso sollen wir also zuhören, wenn uns das eher Problem macht, unsere Sicht und damit uns in Frage stellt? Ganz einfach, weil wir sonst in unserem eigenen, nicht sehr appetitlichen, Saft schmoren. Wenn wir nicht zuhören, können wir nicht kommunizieren, dann sind Krisen und Katastrophen so gut wie vorprogrammiert.

Diese Gedanken gingen mir gestern Abend durch den Kopf, als ich den Treff des Freundeskreises Europa Berlin verließ. Die Berliner Europafreunde laden sich immer wieder Botschafter ein, die die Sicht ihres Landes auf viele Dinge in der Welt darlegen. Gestern war der österreichische Botschafter zu Gast. Der sagte vieles, was auch meiner Ansicht entsprach. Doch es gab auch einiges, das ich nicht unterschrieben hätte. Doch ich hörte zu, was der Diplomat zu sagen hatte und habe nun einen guten Eindruck davon, wie die Regierung in unserem Nachbarland die Dinge sieht.

Das war um so spannender, als ich faktisch schon im Auto auf dem Weg in die Alpenrepublik bin. Die Zeit reicht gerade noch für einen Frühstückskaffee.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und immer ein offenes Ohr für andere Meinungen.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 21.09.2018

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