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Morgengruß von Helmut Harff: Auf Wohnungssuche

Wo ist das Problem...

Glaubt man der medialen Berichterstattung und den Politikern, so verdrängt das Thema Wohnen und Mieten gerade das Thema Migration - angeblich ja die Mutter aller Probleme - von Platz eins der Dinge, die uns alle um den Schlaf bringen.

Der Heimathorst mutiert gerade zum Bauhorst und selbst die Kanzlerin schwingt sich zur Mutter und Rächerin aller Wohnungssuchenden auf. Nun hat man bis zum Ende der Legislaturperiode für den Wohnungsbau fünf Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Bei dieser Koalition sollte sich aber jeder, der von diesem Kuchen etwas abhaben will, sehr beeilen, denn der Laden kann uns allen ganz schnell um die Ohren fliegen.

Doch da ist ja schon die Frage, für wen oder was sind die 5 Milliarden Euro - das ist nun auch wieder nicht soooo viel - eigentlich gedacht. Ich hoffe mal nicht, dass der Bund selber Wohnungen bauen lassen will. Das wird wohl nichts, denkt man mal an Beispiele wie den BER oder die Elbphilharmonie.

Doch mich bewegt eine ganz andere Frage: Ist das Problem mit dem Wohnen eines, was so viele Menschen wirklich bewegt? Wie viele Menschen können wirklich nicht mehr ihre Wohnung bezahlen, wie viele finden denn wirklich keine neue Wohnung? Diese Zahlen hört man kaum. Dagegen wird man von allen Seiten mit wirklich üblen Beispielen bombardiert. Doch was sagt das wirklich aus? Für mich sehr, sehr wenig.

Dafür habe ich sehr viele andere Fragen im Kopf. Nur einige möchte ich hier nennen. Wieso vereinfacht man nicht das Baurecht? Man sagt, dass es beispielsweise in München und Stuttgart kaum noch Bauland gibt. Dafür gibt es tausende Häuser, die man aufstocken, bei denen man die Dächer ausbauen kann. Es gab doch schon mal so ein Dachausbau-Programm. Wieso legt man das nicht wieder auf?

Wieso belohnt man nicht Vermieter, die ihre Mieten nur im Rahmen der Preissteigerungen anheben, die keine Luxussanierungen vornehmen, mit Steuererleichterungen? Wieso sorgt man nicht dafür, dass die Vermieterrechte gegenüber Mietern, die ihre Pflichten gemäß den gesetzlichen Vorgaben eben nicht einhalten, gestärkt werden?

Wieso fördert die Politik nicht massiv die Gründung von Wohnungsbaugenossenschaften? Wieso animiert man nicht Unternehmen für ihre Mitarbeiter Wohnungen in Betriebsnähe zu bauen - gern mit vereinfachten Planungsrechten, ohne große Bebauungspläne und auch gern mit Subventionen und steuerlichen Entlastungen?

Wieso sorgt man nicht endlich für bessere Strukturen, für tolle Verkehrsanbindungen des ländlichen Raumes an die Ballungszentren? In vielen Orten stehen ganze Straßenzüge leer, wird noch immer Wohnraum zurück gebaut oder ist zumindest sehr preisgünstig zu haben.

Viele Fragen zu nur einem Problem. Ich frage mich, warum diese Fragen nicht die Politik stellt und sie vor allem im Sinne aller Beteiligten - der Vermieter u n d der Mieter beantwortet. Meine Befürchtung ist, dass man mit dem Wohnen und der Miete wieder einmal ein Thema gefunden hat, dass von vielen anderen - drängenderen - Problemen ablenkt. Bei diesem Thema können sich sogar Merkel, Seehofer und Nahles anlächeln. Die haben ja keine Wohnungsprobleme, aber wohl wieder einmal auch keine Lösungen.

Die habe ich heute sowie so nicht, denn ich logiere im wunderschönen Hotel "Alpina Family, Spa & Sporthotel" im österreichischen Pongau. Nach einer Runde im Pool geht es gleich zum Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 22.09.2018

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