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Morgengruß von Helmut Harff: Männer, wacht auf

Wie lange wollen wir noch so leben…


Männer, das sind schon merkwürdige Wesen. Männer wollen die Bestimmer sein, wollen alles beherrschen und sind doch die Looser schlechthin. Das ging mir gerade durch den Kopf, als ich eine Meldung der Techniker Krankenkasse online stellte. Demnach konsumieren Männer fast doppelt so viele Herz-Kreislaufmedikamente als Frauen – und das vor dem Hintergrund, dass Männer immer noch als Arztmuffel gelten.

Schön, Männer sollen mehr als Frauen verdienen. Sie arbeiten zumeist auch mehr. Männer dürfen Kinder zeugen, um sie kümmern dürfen sie sich kaum. Entweder sie arbeiten viel und haben keine Zeit oder sie sind schon froh darüber ihr Kind mal am Wochenende sehen zu können. Das ist übrigens für die Kinder schlimmer als für den Mann, den Vater.

Männer werden trotz aller anderen Bekundungen noch immer als Haushaltsvorstand, als der, der die Familie zu ernähren hat, angesehen. Was heißt das? Männer orientieren sich bei der Jobwahl eher daran, was sie verdienen, als daran, was ihnen wirklich Spaß macht. Er will, wie auch immer, sehr schnell Karriere machen um sich das leisten zu können, was ein Mann tun soll – ein Baum pflanzen, ein Kind zeugen (und ernähren) und ein Haus bauen – in dem dann die Geschiedene mit dem Kind verbleibt.

Ist diese Zeit vorbei, bleibt dem Mann auch nicht mehr so viel Zeit wie den Frauen, ihre Rente zu genießen. Männer sterben im Schnitt einfach deutlich früher als Frauen.

Nun kann man darüber jammern und die Schlechtigkeit der Welt im Allgemeinen und die der Frauen im Speziellen beklagen. Mann kann es aber auch dem Baron Münchhausen nachmachen und sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Das ist sogar möglich, wenn Mann gar keine Haare mehr auf dem Kopf hat.

Doch tun das die Männer? Ziehen sie sich selber aus dem Sumpf? Denkste würde der Berliner sagen. Sie tun nichts dergleichen, Sie gehen lieber zum Arzt – und das sich schon ein Wunder – und schlucken Pillen gegen das, was ihr Leben am meisten bedroht. Das sind eben die Herz- und Kreislauferkrankungen.

Dabei ist es gar nicht so schwer, sich aus dem Sumpf zu ziehen. Das fängt schon damit an, dass man sich einen Job sucht, der nicht nur finanziell attraktiv ist, sondern der nicht direkt zu Magengeschwüren führt. Der Umgang mit dem eigenen Magen, aber auch mit Lunge und Leber sollten die Männer auch sehr früh in den persönlichen Fokus stellen. Wer sich in jungen Jahren schon gesund ernährt, nicht säuft und das Rauchen auf ein Minimum reduziert, hat später gute Karten, deutlich weniger zum Arzt zu müssen.

Wer sagt eigentlich, wie groß der Baum sein muss, den ein Mann pflanzen soll? Wer sagt eigentlich, wie groß ein Haus sein muss, das ein Mann bauen soll? Wieso kommt kein Mann auf die Idee, schon vor der Zeugung eines Kindes sich zusichern zu lassen, dass das im Falle einer Trennung auf jeden Fall beim ihm bleibt?

Männer, so scheint es, sind die Verlierer der Evolution, doch das ist Quatsch. Männer sind gefangen in ihrem Rollenverständnis. Sie gönnen sich keinen Spaß. Wenn doch, dann übertreiben sie gleich wieder so, dass es in Arbeit – und teileweise weit mehr als das – ausartet.

Sie fragen, warum ich heute über „die Männer“ schreibe? Weil ich es zumindest versuche, nicht im Sumpf des Lebens unterzugehen. Der Baum, den ich gepflanzt habe ist ein kleines Pflaumenbäumchen. Das Haus, das Mann bauen soll, ist eine sehr kleine Laube, die ich bauen ließ und das Kind, das Mann zeugen soll, gibt es schlicht nicht. Ich habe viel Spaß, ich habe die wundervollste Frau der Welt, ich mache beruflich, was mir Spaß macht, ich bin der Untergang für alle, die Fastfood produzieren und ich bewege mich recht viel und vor allem gern.

Ja, dennoch muss ich hin und wieder zum Arzt. Gott sei Dank hat der bisher nur Lappalien behandeln müssen.

So, nun muss ich los. Frühstück gibt es heute auf dem Golfplatz, bevor ich wieder versuche, einige Löcher par zu spielen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und ganz viel Spaß.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 29.09.2018

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