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Camille Claudel, Napoleon, die Tempelritter, Auguste Renoir, Raschi von Troyes...

Die „Aube en Champagne“ erweckt ihre berühmten Persönlichkeiten zum Leben



Die „Aube en Champagne steht in enger Beziehung zu mehreren sehr berühmten, historischen Persönlichkeiten. Camille Claudel, Napoleon, die Tempelritter, Auguste Renoir, Raschi von Troyes,… Alle lassen sich vor Ort näher entdecken.

Camille Claudel (1864-1943)


Erst 2017 hat das Museum Camille Claudel in Nogent-sur-Seine mit internationaler Tragweite eröffnet. Vom 29. September bis zum 13. Januar 2019 wird hier eine Wechselausstellung gezeigt, die die Beziehung der Bildhauerin zu ihrem Bruder Paul beleuchtet. Der Schriftsteller Paul Claudel wurde vor genau 150 Jahren geboren.

Von 1876 bis 1879 wohnte Camille Claudel in Nogent-sur-Seine. Sie begegnete Alfred Boucher, der sie in die Bildhauerei einweihte und sie mit Auguste Rodin bekannt machte. Dieser war von der außerordentlichen künstlerischen Gabe Claudels begeistert und es entwickelte sich ein schöpferisches Einverständnis. Gleichzeitig flammte auch eine leidenschaftliche Liebe auf. Diese Idylle hat das Schaffen Claudels sehr geprägt. Das Museum für diese international bekannte Künstlerin besitzt die weltweit größte Sammlung von  Werken der Bildhauerin.

Napoleon Bonaparte (1769-1821)

Direkt in der ehemaligen Militärschule von Brienne-le-Château, ist seit Beginn des Jahres ein Napoleon-Museum eingerichtet, das seine Jugend und auch den Frankreichfeldzug von 1814 thematisiert. Vom 5. Oktober bis zum 15. Dezember wird dort die Wechselausstellung „Krieg und Gedächtnis“ von Gérard Larguier gezeigt.

1779 kam der junge, zehnjährige Napoleon Bonaparte in die Königliche Militärschule von Brienne. Er studierte hier fünf Jahre um seinen zukünftigen Beruf eines Artillerieoffiziers zu erlernen. Sein ganzes Leben bewahrte er eine nostalgische Erinnerung an diese kleine Stadt, die er in sein Herz geschlossen hatte. Der Frankreichfeldzug brachte ihn Ende Januar 1814 ein letztes Mal nach Brienne-le-Château zurück, wo er zwei der letzten Schlachten seiner militärischen Laufbahn schlug: die Schlacht von Brienne und zwei Tage später, in fünf Kilometer Entfernung, die Schlacht von Rothière.

Die Tempelritter in der „Aube en Champagne“

Die „Aube en Champagne“ ist auch eng mit der Geschichte der Tempelritter verknüpft. Der Champagnerkeller „Rémy Massin & fils“ bietet jetzt die Möglichkeit, in die Welt der Templer einzutauchen. Nach der Verkostung der Cuvée Grand Maître, die speziell zu Ehren der Tempelritter kreiert worden ist und einem Tempelritterspiel, geht es zur historischen Kommende von Avalleur, wo Führer in historischen Kostümen auf die Besucher warten. Auch « Le Champagne Dumont & Fils » hat eine besondere Templer-Cuvée, « Trésor des Templiers ».

Der Gründer des Ordens, Hugues de Payns, stammt aus einem Dorf in der Nähe von Troyes. Die Ordensregeln wurden 1129 auf dem Konzil von Troyes im Beisein von Bernard von Clairvaux festgelegt. Mehrere Orte zeugen noch heute von der Geschichte der Tempelritter. So finden sich im Kirchenschatz der Kathedrale Saint-Pierre et Saint-Paul in Troyes, liturgische Gegenstände jener Zeit. Die Kommende von Avalleur ist bekannt und in Payns gibt es ein Museum der Tempelritter. In der Abtei von Clairvaux wurden die Ordensregeln der Tempelritter sorgsam meditiert. Der See d’Orient wurde auf ehemaligen Besitzungen der Tempelritter angelegt.

Pierre-Auguste Renoir (1841-1919)

2017 wurde das historische Wohnhaus Renoirs in Essoyes für Besucher eröffnet. Das Dorf in der „Aube en Champagne“ hat dadurch noch mehr das Interesse der Liebhaber des Künstlers gewonnen. In diesem Jahr ist die „Route Renoir“ als Kulturweg des Europarates anerkannt worden. 2019 wird ebenfalls ein großes Jahr für den Ort, da dann gleich mehrere wichtige Jahrestage anstehen (100. Jahrestag des Todes Piere-Auguste Renoirs, 40. Jahrestag des Todes Jean Renoirs, 60. Jahrestag des Todes Gabrielles, 50. Jahrestag des Todes Claudes, genannt Coco).

Renoir traf seine spätere Ehefrau Aline Charigot, als er in Paris arbeitete. Aline stammte aus dem Dorf Essoyes in der Champagne. Renoir war bezaubert vom Dorfleben, dem Frieden und der Schönheit der Umgebung. Das Paar kam jeden Sommer nach Essoyes. 1896 baute Renoir dort ein Haus und später im Garten ein Atelier, wo er in Ruhe arbeiten konnte. Es war ihr beider Wunsch, in Essoyes begraben zu werden. Sie ruhen zusammen mit ihren drei Kindern auf dem Friedhof des Dorfes. In Essoyes erfahren Besucher im kulturellen Zentrum viel über den Maler und seine Familie. Ein ausgeschilderter Fußweg führt von da aus durch das Dorf und an den Ateliers heutiger Künstler vorbei zum Atelier des großen Meisters.

Raschi von Troyes (1040-1105)

In Troyes hat jetzt ein neues Zentrum eröffnet, das es ermöglicht, die jüdische Kultur und den Rabbiner Raschi besser zu verstehen.

Raschi ist ein Akronym für Rabbi Schlomo ben Jizchak. Er war ein französischer Rabbiner und maßgeblicher Kommentator des Tanach und Talmuds. Er ist einer der bedeutendsten jüdischen Gelehrten des Mittelalters und der bekannteste jüdische Bibelexeget überhaupt. Sein Bibelkommentar wird bis heute studiert und in den meisten jüdischen Bibelausgaben abgedruckt.

Der Besucher wird in einer bedeutenden Bibliothek empfangen. Ein Film versetzt ihn in die Stadt Troyes zur Zeit Raschis. Mit Hilfe von modernen Tablets kann er Schriftrollen der Torah anschauen, die sonst unzugänglich sind.

Tourismusamt „Aube en Champagne Tourisme“
34 Quai Dampierre
10000 Troyes, FRANKREICH
Tel.: +33 325 42 50 00
www.aube-champagne.com/de

Foto: CDT-Aube

 


Veröffentlicht am: 07.10.2018

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