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Morgengruß von Helmut Harff: Nur mal kurz die Welt retten

... das liegt uns Deutschen

Eigentlich wollte ich heute mit meinem Morgenkommentar auf eine Gerichtsentscheidung aus Berlin warten. Dort wird heute über Fahrverbote für Dieselautos in möglicherweise weiten Teilen der Hauptstadt entschieden. Fällt ein deutlicheres Horror-Urteil als es beispielsweise in Hamburg der Fall war?

Was wollen die Kläger? Das was wir als Deutschland so gerne wollen! Mal kurz die Welt retten! Wir retten die Welt? Wir retten das Weltklima, in dem wir tausende von Dieselautofahrern de facto enteignen? Wir retten die Welt und deren Klima, wenn wir endlich alle Elektroautos oder besser nur noch E-Bikes fahren? Wir retten die Welt, in dem wir unsere Häuser mit Kunststoff dämmen? Wir retten die Welt, in dem wir Plastiktüten verbieten, aber alle Windräder zum Transport in dicke Kunststoffbahnen eingepackt sind?

Mal ehrlich, wenn ich all das höre, kommt mir die Galle hoch. Ja, das Weltklima ändert sich und wir sind daran sicherlich mitschuldig. Mit wir meine ich aber nicht wir 80 Millionen Deutsche, sondern uns 8 Milliarden Menschen. Wir sollten einfach aufhören, den Gutmenschen spielen zu wollen, der wir nun mal nicht sind, nicht sein können, der wir aber so gern sein wollen.

Liebe Kläger in Berlin, fällt Euch wirklich nichts Schwachsinnigeres ein, als mit dem Verbot von Dieselautos die Welt retten zu wollen? Die Benziner – ganz sicher nicht sauberer als die Dieselautos – sollen weiter fahren können? Ehrlich, Ihr spinnt. Ihr Spätgeborenen hättet mal in den 70er oder 80er Jahren durch deutsche Städte in der Winterzeit gehen müssen. Da hättet ihr noch erlebt, wie schlecht Luft sein kann, wenn viele Menschen ihre Kachelöfen heizen. Seit dem hat sich viel geändert – mit dem Ergebnis, dass unsere Lebenserwartung immer weiter ansteigt. Allerdings verzeichnen wir seit dem auch einen Anstieg der weltweit gemessenen Temperaturen. Nur mal kurz die Welt retten?

Mit dem Verbot der Dieselautos werden wir ganz sicher nicht die Welt retten, wohl nicht einmal nachhaltig die Luftqualität in unseren Städten. Da braucht es viel mehr als einmalig plumpen Populismus. Wer die Welt retten will, für den reicht nicht der Spruch „Global denken und lokal handeln“. Wer die Welt retten will, der muss auch global handeln. Der muss mal nachrechnen, was Millionen Elektroautos eigentlich für Auswirkungen auf unser Ökosystem in 10, in zwanzig Jahren haben. Wer die Welt retten will, der muss heute sagen können, wohin mit den Millionen Tonnen von Häuserdämmmaterial, das in den nächsten Jahrzehnten entfernt und damit entsorgt werden muss. Suchen wir dann dafür Endlager wie für den Atommüll, an den in den 1950er Jahren auch kaum jemand gedacht hat?

Ja, es scheint ziemlich sicher, dass uns die Entwicklung des Weltklimas vor riesige Probleme stellt. Die können wir aber garantiert nicht durch unser deutsches Klein-Klein lösen. Wir müssen nach Lösungen suchen – nicht für Straßenabschnitte in Hamburg oder einige Ecken in Berlin – sondern für die Erde als Ganzes. Wir sollten viel Geld dafür in die Hand nehmen, nach weltweit sinnvollen Lösungen zu suchen. Das würde Made in Germany gut zu Gesicht stehen, Arbeitsplätze und damit unseren Wohlstand sichern – egal, wie wir zukünftig  unterwegs sein werden.

Noch ein Vorschlag: Die da jetzt in Berlin und sonstwo klagen, sollten das zukünftig gegen die überbordende Bürokratie tun. Bauen wir die ab, werden vielleicht mehr Wohnungen dort gebaut, wo die Menschen arbeiten. Sie brauchen dann womöglich gar kein Auto. Allerdings ist der Vorschlag alles andere als neu oder gar innovativ. So weit war man in Deutschland schon vor 120, 130 Jahren. Damals hatten wir bekanntlich noch einen Kaiser, keine soziale Markwirtschaft aber sozial und wirtschaftlich sinnvoll denkende Industrielle.

Ehrlich, das ganze stinkt mir! Jetzt koche ich mir erst einmal mein Frühstücksei. Das wurde im Dieselauto vom Bio-Bauern direkt abgeholt. Aber, es ist Bio.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 09.10.2018

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