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Morgengruß von Helmut Harff: Auf den Hund gekommen

... sind gerade die Berliner

Ja, die Berliner und ihr Verhältnis zu ihren Hunden ist legendär und sprichwörtlich. Berliner sind Hundenarren, ohne Hunde können sich viele ihre Leben gar nicht vorstellen. Da braucht es den heutigen Tag – den Internationalen Tag des Hundes – überhaupt nicht.

Doch wo Licht, da auch Schatten, beziehungsweise viele Hundehaufen. Die nicht beseitigten Hinterlassenschaften von Bello und Co. werden gern auch als Tretmienen bezeichnet. Die mögen die Berliner allerdings nicht und sie meinen eben auch, dass Berlin auf den Hund gekommen ist. Das sagt man nicht nur wegen der schwanzwedelnden Hausgenossen, sondern auch wegen vieler Dinge in der Berliner Politik.

Nun ist Berlin noch weiter auf den Hund gekommen. Schuld daran ist die Stiftung Umweltschutz und ein Gericht, beziehungsweise ein Richter. Die wollen nun die Berliner Luft retten. In der Folge werden demnächst auf 15 Kilometer Straßenlänge die Diesel-Autos verbannt. Nur eine Zahl dazu: Laut dem Statistik-Portal "statistiker" war das Straßennetz in Berlin 2015 genau 5.437 Kilometer lang. Da könnte man doch über das minimale Fahrverbot mit wesentlich mehr Gelassenheit hinweggehen, als über jeden Hundehaufen.

Könnte man, sollte man aber nicht. Ich meine, man darf darüber nicht einfach hinweg gehen. Man muss einfach mal genauer hinsehen. So meint die Berliner Landesregierung, der Senat, dass man mit der Einrichtung von Tempo-30-Zonen den Stickoxyd-Ausstoß der bösen Diesel-Autos reduzieren kann. Das hat man auf der sehr breiten und viel befahrenen Leipziger Straße – sie wird vom Fahrverbot betroffen sein – seit einem Jahr gemacht. Dort gilt Tempo 30 – mit dem Ergebnis, dass die Luft nicht besser geworden ist. Kein Wunder, denn dort fährt niemand 30. Muss man auch nicht, denn auf der ganzen Straße habe ich zumindest noch nie einen Blitzer entdeckt. Nun sollen dort keine Dieselautos mehr fahren. Wie bitte will man das von wem kontrollieren lassen?

Nun könnte man ja meinen, wenn dem so ist, wozu die ganze Aufregung? Was wurde gerade bei der EU beschlossen? Die Senkung der CO²-Emission von Autos. Das trifft dann die Benziner. Ich befürchte, dass schon Klagen vorbereitet werden, um die alten Benziner aus den Städten zu verbannen. Ob es dann nicht nur auf 15 Kilometer Straßenlänge in Berlin und sonstwo Fahrverbote gibt? Ich würde auf jeden Fall nicht dagegen wetten.

Doch was tun? Sich die Enteignung gefallen lassen? Wir müssen uns wehren – ob nun Autofahrer oder nicht. Ja, ich meine uns alle, denn wenn alte Autos nicht mehr überall fahren dürfen, dass müssen alle neue kaufen. Ob das ohne höhere Preise für Handwerker, für Brötchen, für das Taxi oder den Krankentransport abgehen wird? Ich befürchte die Antwort ist ein klares nein – die Preise werden steigen. Und wer reibt sich die Hände? Die Autoindustrie! Für jeden Wagen, der wegen seiner Umwelt-Unfreundlichkeit abgeschafft wird, muss ja ein neuer her. So gesehen ist auch das Berliner Urteil eines pro VW, BMW und Co.

Nochmals, das kann man sich nicht gefallen lassen. Ich würde jubeln, wenn sich die Autofahrer, wenn alle Autofahrer sagen wir mal jeden Tag um 12 Uhr überall in Deutschland für eine Minute ihren Motor abstellen. Das bremst keinen lange aus, wäre aber ein deutliches Zeichen an Politik und Autoindustrie. Vielleicht sollten auch alle mal einen Monat gar kein Auto kaufen.

Mich wundert, dass tausende auf die Straße gehen, wenn es um einige Flüchtlinge geht, aber alle still halten, wenn man an ihren Besitz – in diesem Fall das Auto – will.

So, nun fahre ich zum Bäcker – selbstverständlich mit dem Rad. Vorher bekommt Nachbars Hund noch sein Morgen-Leckerli.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 10.10.2018

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