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Morgengruß von Herlmut Harff: Zurück in die 80er

Messis können jubeln...

Mode, das ist immer etwas neues, etwas innovatives. Mode ist etwas, was den Zeitgeist wiederspiegelt. Mode ist auch etwas, was das Lebensgefühl der vor allem jungen Menschen zum Ausdruck bringt. Wenn das so ist, bin ich über das, was ich gestern gesehen habe, doch irgendwie irritiert.

In Berlin sind gerade die German Press Days. Da präsentieren viele Lifestyle-PR-Agenturen die von ihnen vertretenen Firmen und Labels. Darunter ist Gott sei Dank auch immer wieder etwas für die Männer. Dabei liegt die Betonung auf etwas. Das finde ich selbstverständlich weniger gut, schließlich machen wir Männer doch einen ziemlich bedeutenden Anteil an der Bevölkerung aus. Betrachtet man den Mode- und Lifestylemarkt, so schlägt sich das dort leider noch immer nicht nieder. Männer sollten, Männer müssen noch lange um ihre modische Gleichberechtigung kämpfen. Dabei sollten sie aber bei sich anfangen.

Doch zurück zu meiner Überschrift: Die präsentierte Mode lässt sich mit wenigen Worten characterisieren: Zurück in die 80er und den Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrtausends. Die präsentierten Teile - ob Schuhe, ob Shirts - erinnerten sehr stark an das, was man vor 40 Jahren getragen hat. Da könnte man meinen, dass der gut dran ist, der nichts wegwerfen kann und will - wie beispielsweise ein Messi.

Wer seine alten Schätze eingelagert hat und bei wem sich die Fettzellen noch nicht breit gemacht haben, der spart jetzt viel Geld, denn er kann die alten Klamotten wieder auspacken, waschen und anziehen. Schließlich ist Vintage schon lange total angesagt. Wer sich schon von den alten Sachen trennen konnte oder Dank der Gnade der späten Geburt diese Sachen nur aus Filmen und von Fotos kennt, der muss aber nicht traurig sein. Das beste an der Mode 2018/2019 sind nämlich die verwendeten Materialien. Die haben zumeist nichts mehr mit denen zu tun, die man vor 40 Jahren verwendete. Und das ist auch sehr gut so.

Doch was sagt uns die aktuell präsentierte Mode, die ja schon in den Geschäften ist oder dort in wenigen Wochen oder Monaten erhältlich ist? Sagt sie uns, dass den Designern nichts neues mehr einfällt? Kann sein, doch sollte bei allen eine kreative Flaute ausgebrochen sein? Haben alle - gesteuert von sonstwem - die späten 1980er Jahre für sich wieder entdeckt? Das klingt schon irgendwie plausibler, lässt man mal die Verschwörungstheorie außen vor.

Doch wenn Mode den Zeitgeist präsentiert, was präsentiert dann dieser Aufguss von 40 Jahre alter Mode? Vor 40 Jahren war der Ostblock am Ende, gab es einen polnischen Papst und die Solidarnosc in seinem Heimatland. In der DDR gab es Proteste und in der Sowjetunion die Perestroika. Kurz, es war die Zeit des Aufbruchs, eine wirkliche Wendezeit. Und heute? Wendezeit, Zeit des Aufbruchs? Will uns das die Mode suggerieren? Das klingt für mich regelrecht absurt. Genauso absurt ist es für mich zu glauben, dass die Modemacher die Zeit vor 40 Jahren als die gute alte Zeit wieder aufleben lassen wollen. Vielleicht haben die Designer doch einfach geschlossen in die modische Mottenkiste gegriffen und sind auf die Zeit der Wende gestoßen. Es war ja nicht alles schlecht - damals.

Ach ja, bei der Damen-Bademode blickten einige Modemacher noch viel weiter zurück - in die Zeit der späten 50er Jahre, in die Zeit des "Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandbikini".

Wenn ich so auf meinen Frühstückstisch blicke, so könnte der auch 1990 so ausgesehen haben: Brötchen, Butter, Nutella, Schinken und Käse - dazu einen heißen Kaffee.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 19.10.2018

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