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Sakrales Kulturerbe in Burgund-Franche-Comté

Einfach auf Entdeckungsreise gehen

Die französische Region Burgund-Franche-Comté ist stolz auf ihr sakrales Kulturerbe. In einem weitläufigen Gebiet von der Größe Niedersachsens gibt es unzählige Kapellen, Kirchen, Kathedralen und Klöster, die einen Besuch lohnen.

Herausragende Beispiele sakraler Kunst finden sich in Autun, Cluny, Sens und Saint Claude.

In Autun sind zahlreiche Schätze aus der Antike erhalten, und die Bedeutung der Stadt setzte sich im Mittelalter fort, wie die Kathedrale Saint-Lazare aus dem 12. Jahrhundert meisterhaft veranschaulicht. Deren Tympanon zeigt ein in Stein gefasstes Jüngstes Gericht, das Meister Gislebertus, der wohl begabteste burgundische Steinmetz seiner Epoche, geschaffen hat. Die Renovierungsarbeiten des Kircheninneren gehen gut voran und das Kirchenschiff wird voraussichtlich im Mai 2019 wieder zugänglich sein. Vom 15. – 26. Juli 2019 findet in Autun die siebte Ausgabe der Biennale für zeitgenössische sakrale Kunst statt. 25 Künstler aus zwölf Ländern nehmen an Poesie-, Tanz, Fotografie- und musikalischen Veranstaltungen teil. Im 12. Jahrhundert gab es in dem Gotteshaus ein Mausoleum des Heiligen Lazarus, das 1766 völlig zerstört wurde. Jetzt kann es Dank erweiterter Realität wieder in seiner ganzen Pracht „besichtigt“ werden.

Cluny war stolz auf die einst größte Kirche der Christenheit. Mit 187 Meter Länge war sie  um mehr als die Hälfte größer als die frühchristliche Basilika Sankt Peter in Rom. Heute ist sie nur noch eine Ruine, da sie nach der französischen Revolution Stein um Stein abgetragen wurde. Aber allein schon die Überreste sind überwältigend und zeugen vom religiösen, künstlerischen und politischen Einfluss der Abtei auf ganz Europa. Zudem bekommt der Besucher eine moderne Hilfe für sein Vorstellungsvermögen: Bildschirme mit erweiterter Realität geben einen Eindruck der kompletten Anlage. Hier wurde unlängst ein bedeutender Schatz geborgen. 2200 Silbermünzen, 21 arabische Golddenare und ein goldener Siegelring kamen bei Probegrabungen ans Tageslicht. Eine Ausstellung zu diesem Thema unterstreicht die Bedeutung des Fundes.

Ein beeindruckendes Kleinod besitzt auch die Stadt Sens, die aus Richtung Paris als Pforte zu Burgund gilt. Im Mittelalter wurde Sens zu einem der wichtigsten Zentren religiösen Lebens, wie es die im 12. und 13. Jahrhundert erbaute Kathedrale Saint-Etienne bezeugt. Sie ist die erste der großen gotischen Kathedralen Frankreichs. Die Statuen der zwölf Apostel sind in der französischen Revolution verschwunden. Die des Heiligen Stephanus, Namenspatron der Kathedrale, wurde jedoch von den Revolutionären verschont, weil ihm ein Bürger von Sens eine Jakobinermütze aufgesetzt hatte. Der Kirchenschatz, von immensem Reichtum, ist im Palast der Erzbischöfe zu bestaunen.

Die Stadt Saint-Claude ist in den Jurabergen, in einem Talkessel auf den Fundamenten einer mächtigen Benediktinerabtei entstanden. Sie war ein bedeutender Wallfahrtsort vom 15. bis 18. Jahrhundert, den selbst der König Louis XI. 1456 und 1482 besucht haben soll. Rund um das Kloster entwickelten sich Drechseleien für Holz und Horn, um den Pilgern Votivobjekte anbieten zu können. Im Laufe der Jahrhunderte diversifizierten die Handwerker ihre Produktionen und stellten ihr Können in den Dienst der Uhrenindustrie.   Die Kathedrale Saint-Pierre de Saint-Claude wurde ab dem 14. Jahrhundert erbaut. Sie ist befestigt und hat mehr als drei Meter dicke Außenmauern. Das Gotteshaus besitzt eine reiche Innenausstattung: ein reich geschnitztes Chorgestühl, eine Orgel im Stil Louis XVI, Glasmalereien aus dem 15. Jahrhundert und die Kapelle Saint-Claude mit den Reliquien des Heiligen Claude.

Foto: Jörg Hartwig

 


Veröffentlicht am: 22.10.2018

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