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Morgengruß von Helmut Harff: Money, Money

Wo ist mein Geld nur geblieben …


Heute ist also Weltspartag. An diesem Tag sollen wir zum Sparen animiert werden. Na ja, eigentlich sollten wir dazu animiert werden - damals, als dieser Tag 1924 vom 1. Internationalen Sparkassenkongress ins Leben gerufen wurde.

Heute will man wohl nicht nur bei den Sparkassen nicht mehr viel von sparenden Kunden wissen. Sparen, sein Geld den Banken anzuvertrauen ist so ziemlich das dümmste, was man machen kann. Das gilt übrigens auch für das Bunkern der Euros unter der Matratze oder im Safe.

Wer heute spart, vernichtet Jahr für Jahr einen Teil seines Spargroschens oder seines Vermögens. Angesichts der Null-Zinspolitik wird das brach liegende Kapital jedes Jahr weniger. Das genau um so viele Prozent, wie die Inflationsrate beträgt. Das sind aktuell rund 2 Prozent. Das heißt, wer zum Beginn des Jahres noch 10.000 Euro als Spar- oder Barguthaben besaß, hat am 31.12.2018 nur noch 9.800 Euro – und das, ohne auch nur einen Cent ausgegeben zu haben und ohne mögliche Bank-Gebühren oder solche für ein Schließfach. Damit haben alle Sparer in Deutschland, die insgesamt etwa 5,857 Billionen Euro auf der hohen Kante haben, 117.140.000 Euro in nur einem Jahr verloren. Diese (un)heimliche Enteignung aller Sparer gehört ganz oben auf die Liste der Negativbilanz von Kanzlerin Merkel.

Doch was soll man machen? Sein Geld in Aktien anlegen? Bei der Volatilität an den Aktienmärkten? Da  müsste man zuvorderst in die eigene Bildung investieren. Denn, auch das gehört zur Bilanz deutscher Politiker, Schulabgänger wissen sehr viel über Mülltrennung, aber so gut wie nichts über das Thema Börse und Geldanlage. Ein Armutszeugnis für ein Land, das die soziale Marktwirtschaft wie eine Monstranz vor sich her trägt. Oder will man gar keine informierte Bevölkerung?

Die weiß oder ahnt zumindest, dass Sparen nicht die beste Idee in dieser Zeit ist. Die Menschen, so zeigen es alle Statistiken, machen das, was man mit Geld (auch) machen soll: sie geben es aus, sie konsumieren. Ich meine, das ist auch so gewollt. Schließlich sorgt jeder ausgegebene Euro für eine Stärkung der Binnennachfrage. Das wiederum sorgt für mehr Beschäftigung und damit für steigende Steuereinnahmen. Das freut wieder die Regierenden. Die können dann das machen, was sie am liebsten tun: Die schwarze Null im Haushalt verteidigen und gleichzeitig Wohltaten verteilen. Das sichert dann wieder Wählerstimmen und Ruhe im Land.

Ich glaube, das, was mir da gerade durch den Kopf gegangen ist, hat nichts mit einer Verschwörungstheorie zu tun. Ich bin mir sicher, das ist nichts als die nackte Realität.

Meine Realität heißt jetzt frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 30.10.2018

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