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Morgengruß von Helmut Harff: Todesursache Verkehr

Es sind immer noch zu viele…

Heute ist nicht nur Volkstrauertag, an dem den Opfern von Krieg und Vertreibung gedacht wird. Heute ist auch der Weltgedenktag für Verkehrsopfer.

Wie Sie als aufmerksamer Leser längst wissen, sterben weltweit rund 1,3 Millionen Menschen im Straßenverkehr. Die meisten Menschen kommen in den ärmeren und armen Ländern bei Verkehrsunfällen ums Leben, 50 Millionen werden verletzt.

Dagegen nehmen sich die Zahlen für Deutschland sehr moderat aus. Hier ließen im Verkehr 2017 „nur“ 3.177 Menschen ihr Leben. Das war die niedrigste Zahl seit 60 Jahren. Anfang  der 70er Jahre starben mehr als 21.000 Menschen auf unseren Straßen. Auch die Zahl der Verunglückten war rückläufig – auf 388.200.

Auch wenn die Zahl der Unfälle leicht auf 2,6 Millionen stieg, könnten diese nationalen Zahlen ein Grund zum Jubeln sein. Wir haben immer sicherere Autos und fahren immer vorbildlicher. Wie gesagt, könnte man, wenn man sehr oberflächlich hinsieht. Nimmt man mal die sicherlich niedrige Zahl der Verkehrstoten raus, die man auf gesundheitliche Ausfälle zurück führen kann, so sterben noch immer sehr viele Menschen, weil sich eben Verkehrsteilnehmer nicht so verhalten, wie sie es sollten.

388.200 Verletzte und die 3.177 Toten, davon ist jeder einzelne einer zu viel. Das Schlimme, das Ärgerlicher daran ist, dass es diese Unfallopfer gar nicht geben müsste. Sie wären ganz einfach zu vermeiden, sehr viel Leid, sehr viel Schmerz, sehr viel Aufwand und volkswirtschaftlicher Schaden wären ganz einfach zu vermeiden: Alle bewegen sich im Straßenverkehr  so, wie sie es von anderen erwarten. Niemand, kein Fußgänger, kein Rad- und Motorradfahrer, kein Autofahrer verletzt die Regeln. Es kann ganz einfach sein, ohne Blechschäden, ohne Blessuren, ohne zu sterben auf der Straße unterwegs zu sein.

Und wie ist das mit den vielen Toten und Verletzten in anderen Ländern? Hat das mit uns zu tun? Ja, hat es, schließlich landen sehr viele unser eben nicht mehr verkehrssicheren Autos genau in diesen Ländern, in denen die Zahl der Verkehrsopfer deutlich höher als im Land von TÜV, DEKRA und Co. sind. Wir exportieren unsere Rostlauben und damit Tod und Leid. Uns interessiert eben überhaupt nicht, was mit unseren ausgedienten Autos beispielsweise in Afrika passiert. Wer da jemals unterwegs war, weiß was ich meine.

Mir macht aber noch etwas anderes Sorge: Der Umbau unseres Verkehrs. Ich befürchte, wenn Hunderttausende vom Auto aufs Rad umsteigen, wenn man Elektroautos nicht mehr hört, dass dann die Unfallzahlen wieder steigen. Autos, die man nicht hört, warnen einen eben akustisch nicht. Man muss sie sehen, doch wir haben uns daran gewöhnt, nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Ohren im Straßenverkehr zu sehen.

Und dann sind da noch die Radfahrer. Viele der Drahteselbenutzer benehmen sich im Straßenverkehr noch schlimmer als  ein Esel, viele sind schlicht Verkehrsrowdys, für die augenscheinlich keine Regeln gelten. Wenn sich also zukünftig nicht nur tausende, sondern Millionen Radfahrer den knappen Straßenraum mit Autos und Fußgängern teilen müssen – dann sehe ich schwarz. Daran sollten die denken, die im Radverkehr die Lösung aller Verkehrsprobleme sehen.

Ob ich jetzt das Rad nehme um Brötchen zu holen? Bei dem ersten Frost nach dem Supersommer?  Klar, fahre ich.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 18.11.2018

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