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21.05.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Todesursache Partner

Auch 32 Männer wurden ermordet

Es geht durch alle Medien und das zu recht: Die häusliche Gewalt ist ein Thema, dem man viel mehr Aufmerksamkeit widmen muss. Es handelt sich um rund 140.000 bekannt gewordenen Fälle, wie das Bundeskriminalamt BKA mitteilt, bei denen in nur einem Jahr Gewalt von Partnern oder Ex-Partnern ausgeübt wurde.

Verfolgt man die Diskussion in der Politik und in den Medien, so geht es fast ausschließlich um Frauen als Gewaltopfer und Männer als Gewalttäter. In den allermeisten Fällen stimmt das auch. 147 durch häusliche Gewalt ums Leben gekommenen Frauen stehen 32 getötete Männer gegenüber. Von den 140.000 bekannt gewordenen Opfern sind aber eben auch 20 Prozent Männer. Das sind immerhin 28.000.

Das BKA spricht aber auch von einer unbekannt hohen Dunkelziffer. Nun wird mir wohl kaum jemand widersprechen, dass es Männern warum auch immer schwerer fällt, beispielsweise bei der Polizei vorstellig zu werden um eben häusliche Gewalt seitens ihrer Partnerin anzuzeigen. Die einen schämen sich sicherlich, andere befürchten auch nicht ganz zu unrecht, dass man ihnen nicht glauben wird. Das um so mehr, als sich häusliche Gewalt nicht nur in Form von blauen Augen oder anderen sichtbaren Verletzungen zeigt.

Nun wird landauf, landab gefordert, dass mehr für den Schutz der Frauen getan werden muss, dass es mehr Hilfsangebote geben muss. Das ist ohne wenn und aber zu unterschreiben, denn jedes Opfer häuslicher Gewalt ist eines zu viel. Doch wenn das für weibliche Gewaltopfer gilt, so müsste das doch auch für männliche Opfer gelten. Wenn ich schreiben muss „müsste“, so zeigt das, dass davon nirgendwo die Rede ist. Wo gibt es die Forderung nach entsprechenden Beratungsstellen für männliche Opfer häuslicher Gewalt, wo gibt es Schulungen für Polizisten und andere mit dem Thema befassten, wie Ärzte oder Sozialarbeiter, wo gibt es Forderungen nach Männerhäusern?

Es scheint so, als ob häusliche Gewalt gegenüber Männern ein Thema ist, mit dem man wenig punkten kann. Da lässt man es lieber ganz, Männern die Aufmerksamkeit, die Hilfe zukommen zu lassen genau wie betroffene Frauen. Männer sind Täter und fertig.

Doch so einfach darf es sich die Politik, die ohnehin seit Jahren alles andere als männerfreundlich ist, nicht machen. Auch die Medien und die öffentliche Meinung müssen ebenfalls differenzierter hinsehen. 32 ermordete Männer und 26.000 bekannt gewordene Fälle von häuslicher Gewalt sind auch viel zu viel, denn dahinter stehen Mörderinnen und gewalttätige Frauen.

Um es so zu sagen: Männer sind Schweine, doch längst nicht alle.

Ich werde jetzt auch gezwungen – mit einem Lächeln an den Frühstückstisch.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück – frei von jeder Gewalt, gegen wen auch immer.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 21.11.2018

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