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Aufgespießt: Rot-Gelb-Grün - das rettet Leben

... aber nicht jeder will augenscheinlich überleben

Wohl keine Erfindung war und ist so friedfertig, wohl kaum eine ist so wenig zu missbrauchen, wie die, deren 150. Jahrestag wir am 9. Dezember begehen. Wir kennen sie alle, leider folgen ihr nicht alle sehenden Auges.

Das was da gerade 150 Jahre alt wird ist einfach und einfach genial. Ihr erster Erfinder, John Peake Knight, ist heute weitgehend unbekannt. Vielleicht liegt das daran, dass er seine Erfindung schon aufstellte, bevor sie wirklich gebraucht wurde. Ihr grünes und rotes Licht regelte schon den Verkehr in London, nahe des Parliament Square, da war an Autos überhaupt noch nicht zu denken. Allerdings sorgten damals die Pferdekutschen schon für Verkehrschaos.

Selbstverständlich meine ich die Ampel, die Verkehrsampel. Die - gasbetrieben - geriet schnell in Vergessenheit, nach dem die erste Ampel bereits nach wenigen Tagen spektakulär explodierte und dem sie bedienenden Polizisten schwere Verletzungen zufügte. 46 Jahre später wurde die Ampel vom Erfinder Garrett Morgan und dem Polizisten Lester Wire neu entdeckt. Dank der Elektrifizierung war der Betrieb mit Gas nicht mehr notwendig. In Cleveland, Ohio, stellten die beiden Herren die weltweit erste, elektrisch betriebene Verkehrsampel am 5. August 1914 auf. Das löste einen weltweiten Ampelboom aus, der 1920 Hamburg und zwei Jahre später Berlin erreichte.

Dort wurde die wohl berühmteste und wichtigste Ampel in Deutschland am Potsdamer Platz installiert. Die turmartige Ampelanlage regelte den Verkehr am damals verkehrsreichsten Platz in ganz Europa. Ein Nachbau dieser Ampelanlage ist auch heute noch am Potsdamer Platz zu bewundern und ist zu einem beliebten Fotomotiv bei Touristen geworden.

Man stelle sich unsere heutigen Städte völlig ohne Verkehrsampeln vor. Das Chaos hätte ungeahnte Ausmaße und es gäbe im Sekundentakt Unfälle, wenn überhaupt noch ein Auto rollen würde. Die Zahl der Verkehrstoten ohne Ampel wäre sicherlich gigantisch, von Unfallopfern und kaputten Autos gar nicht zu reden. Den Erfindern der Verkehrsampel ist also gar nicht genug zu danken.

Nun höre ich schon wieder das Seufzen vor allem von Auto- und Radfahrern. Das ist ja auch irgendwie nachzuvollziehen, wenn man weiß, dass der durchschnittliche Autofahrer rund zwei Wochen seines Lebens wartend an roten Ampeln auf seine Weiterfahrt wartet. Das klingt hart, doch ohne Ampel würde er wohl viel länger auf einer Intensivstation zubringen, wenn er die überhaupt in dem Verkehrschaos, was ohne Ampel herrschen würde, erreichte.

Um so verwunderlicher ist es, dass viele Zeitgenossen, sehr gern die, die eben kein vergleichsweise sicheres Auto fahren, sich um das grün, gelb und rot einer Ampel überhaupt nicht kümmern. Doch jeder ist eben auch seines Unglücks Schmied.

Foto: Marco-Zaremba/pixelio.de

 


Veröffentlicht am: 10.12.2018

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