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Schlüssel für weitere Entwicklung: Künstliche Intelligenz

Bosch wendet KI an und baut Software-Plattformen aus


Aktueller Journalismus gilt als Krönung in der Informationsgesellschaft schlechthin. Bosch lud ganz schnell zu einem Pressegespräch in die Nähe von Stuttgart ein; gut, wenn die Redaktion ein Korrespondentennetz besitzt, das diesen Termin akkurat übernehmen kann. So gerade geschehen: Letztlich sind 200 Kilometer Anreise weniger, als um die 650 Kilometer von Berlin.
 
Bosch jedenfalls wächst mit vernetzten Lösungen für die Energie- und Gebäudetechnik. Das Unternehmen hat 2017 rund 13 Millionen internetfähige Geräte im Segment Energy and Building Technology verkauft: Von vernetzten Heiz-, Kühl- und Lüftungssystemen im Bürogebäude bis zu Smart Home-Anwendungen fürs eigene Zuhause. „Das Internet der Dinge ist und bleibt der entscheidende Treiber für unser Geschäft“, sagt Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer für Energie- und Gebäudetechnik, gegenüber genussmänner.de. 2018 wird der Bereich voraussichtlich 5,5 Milliarden Euro Umsatz erzielen. Als Schlüssel für weitere Entwicklungen im Internet der Dinge und künftiges Wachstum nannte Hartung künstliche Intelligenz (KI): Vernetzte Produkte würden so zu intelligenten Assistenten.

Spezialkameras erkennen Feuer

In der Energie- und Gebäudetechnik können Vernetzung und KI zu mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort beitragen. Ein Beispiel: Spezialkameras von Building Technologies erkennen Feuer über smarte Bildauswertung. Der direkte Kamerablick auf mögliche Gefahrensituationen detektiert Flammen oder Rauch binnen Sekunden – und damit noch schneller als herkömmliche Rauchmelder: Rauch muss nicht erst bis zur Decke gelangen, bevor ein Brand erkannt werden kann – ein entscheidender Zeitvorteil, um Schäden zu begrenzen und vielleicht auch Leben zu retten. In zehn Jahren würden alle elektronischen Bosch-Produkte entweder selbst über KI verfügen oder mit ihrer Hilfe produziert und entwickelt werden.

Das Unternehmen investiert bis 2021 rund 300 Millionen Euro allein in den Ausbau seines Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI). Derzeit forschen im BCAI weltweit rund 170 Experten, perspektivisch soll die Zahl auf 400 steigen. Sie arbeiten an rund 80 Entwicklungsprojekten – vom automatisierten Fahren bis hin zu Anwendungen in Medizin und Industrie. Bosch kooperiert auch mit den Universitäten Tübingen, Stuttgart und Amsterdam.

Plattformen, Partnerschaften und Interoperabilität


Auch im Bereich Energie- und Gebäudetechnik setzt Bosch auf Plattformen und Partnerschaften. In der vernetzten Welt seien viele Geräte und Dienste unterschiedlicher Hersteller im Einsatz. „Wir müssen diese Geräte und Dienste vernetzen. Sie müssen sich verstehen und interoperabel, also dialogfähig sein, um Nutzen für die Menschen zu stiften“, betont Hartung. Auch deshalb wurde vor wenigen Wochen die Security and Safety Things GmbH (SAST) als 100-prozentige Bosch-Tochter gegründet. Das Start-up arbeitet an der weltweit ersten offenen IoT-Plattform für Kamera-Apps im Bereich Sicherheit. SAST stellt erstmals ein Betriebssystem zur Verfügung, mit dem Apps für verschiedene Sicherheitskameras programmiert und gesteuert werden können. Für Updates an Geräten unterschiedlicher Hersteller ist also keine Vielzahl von Software-Varianten mehr notwendig, eine Version genügt.

Wechsel in der Geschäftsführung

Hartung übergibt nach fünf Jahren als Geschäftsführer des Bereichs Energy and Building Technology seine Aufgabe zum 1. Januar 2019 an Dr. Christian Fischer. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler war vor seinem Eintritt in die Bosch-Geschäftsführung am 1. Oktober 2018 Senior-Partner der Unternehmensberatung Roland Berger.

Text: Erwin Halentz/Johannes Hummel
Fotos: Bosch

 


Veröffentlicht am: 11.12.2018

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