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Wirtschafts-News vom 11. Dezember 2018

Michael Weyland informiert...

(Michael Weyland) Die Immobilienpreise steigen, zugleich erleichtert günstiges Baugeld vielen Menschen die Anschaffung einer eigenen Immobilie. Doch auch in Zeiten niedriger Zinsen ist es unerlässlich, einen Teil der Finanzierung aus eigenen Mitteln zu stemmen.

Der Anstieg der Immobilienpreise scheint vielerorts kein Ende zu nehmen. Zwischen Mitte 2017 und Mitte 2018 sind neu gebaute Wohngebäude im Bundesdurchschnitt um 4,6 Prozent teurer geworden, wie das Statistische Bundesamt meldet. Gleichzeitig halten sich die Zinsen auf einem niedrigen Niveau und ermöglichen vielen Menschen trotz steigender Preise, das "Projekt Eigenheim" in die Tat umzusetzen.

Kein Wunder also, dass eine Immobilienfinanzierung mit möglichst wenig Eigenkapital zunächst attraktiv scheint. So zeigt etwa der Trendindikator Baufinanzierung der Dr. Klein Privatkunden AG, dass der durchschnittliche Kreditanteil am Kauf- oder Baupreis steigt: Von 77,6 Prozent Anfang 2014 auf derzeit 81,6 Prozent. "Damit bringen die Deutschen im Mittel zwar immer noch knapp 20 Prozent an Eigenkapital mit, doch auch und gerade in Zeiten sehr niedriger Zinsen sollten zukünftige Eigentümer beachten, dass eine Immobilie die wohl größte Investition im Leben ist und langfristig sicher finanziert sein sollte", sagt man bei der LBS. Eigenkapital ist dabei eine entscheidende Säule. "Auch wenn es angesichts der niedrigen Zinsen verlockend erscheint, verstärkt auf günstige Kredite zu setzen, empfiehlt sich ein solider Finanzierungsmix aus Eigenkapital, Bausparvertrag und klassischem Annuitätendarlehen", rät man bei der Bausparkasse. Je höher der Finanzierungsanteil, desto höher ist auch das Risiko, die monatlichen Raten irgendwann nicht mehr stemmen zu können. Etwa dann, wenn die Niedrigzinsfinanzierung ausläuft und die Immobilie noch nicht abbezahlt ist.

"Niemand kann die Zinsentwicklung der nächsten zehn Jahre vorhersagen. Selbst ein Anstieg von derzeit rund 1,5 Prozent auf immer noch vergleichsweise niedrige 3 Prozent bedeutet eine Verdopplung der Belastung", heißt es.

Bausparverträge erfüllen als wesentliche Säule der Immobilienfinanzierung eine doppelte Funktion - das angesparte Guthaben erhöht das Eigenkapital und das zinsgünstige Bauspardarlehen bietet Planungssicherheit, denn die bei Vertragsbeginn festgelegten Konditionen gelten für die gesamte Laufzeit. Ein weiteres Plus: Der Staat greift Sparern mit Förderungen wie Wohn-Riester, Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage unter die Arme.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20181211_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 11.12.2018

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