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25.08.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Weiße Weihnachten

... oder früher war alles besser

Im Radio höre ich „Liese rieselt der Schnee“ und draußen regnet es so, dass der Weihnachtsmann wohl eher mit einem Ruderboot als mit einem Schlitten kommen wird. Das Wetter ist nicht gerade förderlich für meine Weihnachtsstimmung, dafür macht es Probleme – mit meiner Figur.

Dann dachte ich, was wohl viele bei diesem Wetter denken: Früher war alles besser, vor allem das Wetter. Früher gab es weiße Weihnachten. In meiner Kindheit stapfte ich am Heiligen Abend immer an der Hand von Mutter durch den Schnee zum Krippenspiel. Nein, ich bin nicht weit oben in den Alpen groß geworden, sondern mitten in Berlin. Und doch hat sich in meinem Kopf festgesetzt, dass in meiner Kindheit Weihnachten weiß war – zumindest meistens.

Dann erinnerte ich mich an meine Mutter. Die stammt nicht aus Berlin, sondern aus dem ostpreußischen Memel, dem heutigen Klaipeda – also gaaaaanz hoch im Norden. Auch sie erzählte von weißen Weihnachten in ihrer Kindheit. Recherchen ergaben, dass auch das nicht ganz stimmte. Also machte ich mich ran und googelte, was die Finger hergaben.

Zuerst wollte ich mal wissen, was Metrologen meinen, wenn sie von weißen Weihnachten sprechen. Das Ergebnis war eher dünn, denn die Meteorologie spricht von einer weißen Weihnacht, wenn an allen drei Festtagen morgens um sieben Uhr eine Schneedecke von mindestens einem Zentimeter liegt.  Viel ist das nicht, aber immerhin. Aber wann war das das letzte Mal bei uns so? Ich erfuhr: Flächendeckend weiße Weihnachten gab es zuletzt im Jahr 2010. Aber, 2013 wurde im Alpenvorland die 20-Grad-Marke erreicht. Wohlgemerkt: 20 Grad Plus.

Solche Temperaturen sind nun wirklich nicht die Regel. Wahr ist aber, dass es in den Tagen vor und an Weihnachten warm wird. Das wiederholt sich in 60 bis 70 Prozent aller Jahre, wie die Wetteraufzeichnungen seit 1881 belegen.  Baumringe, die bekanntlich viel über das Klima verraten, lassen darauf schließen, dass ein weißer Dezember schon im Hochmittelalter (1000-1300) eher selten gewesen sein dürfte.

Doch woher kommt denn die Mär von weißer Weihnacht? Metrologen vermuten, dass das mit einer kleinen Eiszeit zu tun hat, die es wohl zwischen 1600 und 1900 gegeben hat. Genau in dieser Zeit sind sehr viele unserer Weihnachtslieder entstanden.

Übrigens: Seit 1950 gab es in München 25x, in Berlin 16x, in Hamburg 12x, in Frankfurt 11x und Köln 4x weiße Weihnachten.

So, ich werde jetzt ganz ohne Schnee frühstücken und dann den Steg für das Boot des Weihnachtsmannes bauen. Nein, das nicht, aber ganz sicher Frühsport machen. Sonst bleibt zu viel von den Weihnachtsnaschereien auf meinen ohnehin gut gepolsterten Rippen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Genießen Sie die vierten Advent.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 23.12.2018

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