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Morgengruß von Helmut Harff: Und tschüss

… oder die Flucht vor sich selber

Es gibt Dinge, da kann ich nur den Kopf schütteln oder eben mit Otto Reutter sagen:
Und jeht ooch allens kreuz und quer,
Ick wunder mir über jar nischt mehr!


Wobei, ich wundere mich schon, wer es in diesem Land bis zum Parteivorsitzenden schafft und sogar meint, dieses Land regieren zu können. Wen ich meine? Selbstverständlich Robert Habeck. Der Grünenchef scheint sich nicht unter Kontrolle zu haben, zumindest bei dem, was er gern mal sagt oder schreibt. Gut ist, dass er das (noch) merkt, schlecht ist sein Umgang damit.

Weil er es augenscheinlich nicht versteht, den Kopf einzuschalten, bevor er mündlich oder schriftlich etwas von sich gibt, hat Habeck ja nun verkündet, sich von Twitter und Facebook zurück zu ziehen. Wieso versucht er nicht, bevor er etwas postet, das noch mal in Ruhe durchzulesen oder das andere für ihn tun zu lassen, wenn er das – was ja augenscheinlich ist – nicht selber kann. Das ist für einen, der auch Schriftsteller ist, schon sehr befremdlich.

Ein Kollege hatte übrigens eine lustige Erklärung für den Rückzug Habecks aus den sozialen Medien: Die Farben von Twitter und Facebook sind blau und eben nicht grün. Vielleicht hat der Grüne ja eine Blau-Fobie. Schließlich ist blau auch die Farbe eines politischen Gegners.

Ich frage mich, ob Herr Habeck auch seinen Führerschein abgeben würde, wenn man ihn beim Rasen, Falschparken oder beim Überfahren einer roten Ampel mehrfach erwischen würde. Wobei, fährt ein Grünenchef überhaupt Auto und wenn ja selbst? Herr Habeck fährt sicherlich Rad und das würde er bestimmt auch abgeben, wenn er damit bei rot über eine Kreuzung oder auf dem Radweg in die falsche Richtung fahren würde und dabei erwischt würde. Mich interessiert, wie ruhig und überlegt er dann auf die Vorhaltungen der Politesse reagieren würde.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete begründet ja seinen Rückzug aus Twitter so: "In keinem anderen Medium gibt es so viel Hass, Böswilligkeit und Hetze. Offenbar triggert Twitter in mir etwas an: aggressiver, lauter, polemischer und zugespitzter zu sein – und das alles in einer Schnelligkeit, die es schwer macht, dem Nachdenken Raum zu lassen."

Hallo Herr Habeck, es ist ja kaum zu übersehen, dass sich die Sprache der Bundestagsabgeordneten und diverser Politiker anderer Parteien deutlich verschärft hat. Wenn nun Twitter sie aggressiver macht, dann doch wohl auch die Sitzungen des Bundestages. Sollten Sie sich dann nicht gleich auch noch von dort zurück ziehen?

Wobei, ein Gutes könnte der Rückzug von Habeck aus Twitter und Facebook doch haben. Er hat dann mehr Zeit dafür, im Bundestag den Beiträgen seiner Kollegen zuzuhören. Schließlich muss er ja nicht alles gleich über sein Smartphon bei Twitter oder Facebook kommentieren. Er hat so auch mehr Zeit dazu, darüber nachzudenken, was er demnächst sagt.

Ich sage jetzt nichts und mache Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 08.01.2019

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