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22.02.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Frauenpower

… sorgt für volle Haushaltskassen

Vor einigen Tagen meldete die „Welt am Sonntag“, dass die Zahl der Frauen gestiegen ist, die in deutschen Haushalten die Hauptverdienerin ist.

2017 hatten – so der Beitrag unter Berufung auf das Statistischen Bundesamt - Frauen bei 14,4 Prozent der Paare mehr Einkommen als ihr Partner. Zudem verdienten bei 10,6 Prozent der Paare beide Ehe- oder Lebenspartner zumindest ähnlich viel. Das heißt, dass Frauen insgesamt bei einem Viertel aller Paare mindestens die Hälfte zum Haushaltseinkommen beitragen. Auch interessant: In den ostdeutschen Bundesländern hatten Frauen 2017 bei 39,6 Prozent der Paare mindestens ein ähnliches Einkommen wie ihre Partner. Im Westen des Landes waren es nur 21,4 Prozent.

2003 konnten nur 20,7 Prozent der Frauen mit dem Gehalt ihrer Partner mithalten. Damals war bei lediglich 11,0 Prozent der Paare die Frau die Haupteinkommensbezieherin im Haushalt.

Was sagen uns diese Zahlen? Frauen schaffen es – wenn auch in sehr kleinen Schritten – sich beim Gehalt dem der Männer anzunähern. Das wäre eine sehr begrüßenswerte Entwicklung. Die Zahlen erzählen auch, dass die Ost-Frauen bei dieser Entwicklung die Nase weit vorn haben.

Doch ist das wirklich so positiv? Die Zahlen sagen ja nichts darüber aus, wie die Gehaltsentwicklung insgesamt und speziell bei den Männern war. Die Zahlen verraten auch nicht, warum mehr Frauen mit den Männern beim Gehalt gleich ziehen oder diese überflügeln konnten. Liegt das daran, dass mehr Frauen in Vollzeit arbeiten? Liegt das daran, dass mehr Männer weniger verdienen, weil sie sich um ihren Nachwuchs kümmern? Sind Männer fauler geworden? Machen Frauen eher Jobs, die besser bezahlt werden, als die schlecht bezahlten „typischen Frauenberufe“?

Ich kann die Fragen nicht beantworten. Ich hoffe nur, dass die Zahlen wirklich zeigen, dass es Frauen immer mehr gelingt, nicht für Hungerlöhne arbeiten zu müssen. Ich hoffe auch, dass die geschilderte Gehaltsentwicklung nicht nur für Frauen gilt, die in einer Partnerschaft leben. Ich hoffe, dass auch allein stehende und allein erziehende Frauen endlich für gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen.

Dass man das 2019 überhaupt noch thematisieren muss, ist eine Schande, eine Schande für unsere Land, für unsere Wirtschaft, für unsere Gewerkschaften, aber vor allem ist es eine Schande für uns alle. Da muss sich in den Köpfen noch viel ändern. Damit meine ich nicht nur die Köpfe der Männer. Ich meine vor allem die Köpfe der Frauen. Frauen müssen sich schlicht weigern, schlechter bezahlt zu werden, als männliche Kollegen. Frauen müssen sich aber auch weigern, schlecht bezahlte Jobs überhaupt auszuüben.
 
Wenn keiner mehr Frauen findet, die für Hungerlöhne arbeiten, dann wird es solche Entlohnungen bald nicht mehr geben. Ich weiß, dass es viele Frauen gibt, die ihre Arbeit brauchen, um sich und ihre Kinder durchzubringen. Doch unter Wert sollte sich niemand verkaufen.

So, nun ab in die Küche – Frühstück machen.

Heute wünsche ich mal ganz expliziert unseren Leserinnen ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 09.01.2019

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