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Morgengruß von Helmut Harff: Bye, bye Büro

… und ab ins Home Office

Von den Politikern wird wieder einmal eine Sau durchs Dorf getrieben. Diesmal hört dieses Vieh auf den Namen Home Office. Politiker wollen – zumindest tun sie so – dass es ein Recht auf Arbeit vom heimischen Schreibtisch aus geben soll.

Wie – sorry – bekloppt muss man sein, so ein Thema überhaupt anzufassen. Was macht das für ein Sinn, per Gesetz das Recht auf Home Office-Arbeit in einem Land zu fordern, in dem Millionen Menschen seit Jahren darauf warten, überhaupt mal vernünftig ans Internet angeschlossen zu werden, wo man nicht mal überall ein Handynetz hat. Das ist, als ob man für den Mond schon mal eine Straßenverkehrsordnung verabschiedet.

Home Office – da weiß ich wirklich, wovon ich rede, schließlich arbeite ich schon seit 15 Jahre ununterbrochen von zuhause aus. Das geht aber nur, weil ich entweder allein gelebt habe oder die Frauen an meiner Seite das mitgetragen haben. Ja, von zuhause aus zu arbeiten, hat seine Vorteile. Man spart den Arbeitsweg, man spart Kosten für das Büro und auch noch einige andere fallen weg. Das ist wohl auch der Grund, weshalb viele Freiberufler – deren Job das ermöglicht – sich ihr Büro in den eigenen vier Wänden eingerichtet haben. Das ist übrigens zumindest dem Finanzamt immer ein Dorn im Auge. Auch viele Vermieter haben da so ihre Probleme.

Doch all das spricht nicht für ein gesetzlich fest geschriebenes Recht auf Home Office. Die Begründung, das wäre etwas tolles für Menschen mit Kindern, der hat wohl nie auch nur etwas konzentriert zuhause gemacht – etwa die Steuererklärung – während die Kinder ihre Rechte einforderten.

Ich frage mich auch, für wen das angestrebte Gesetz gut sei soll? Für Pflegekräfte, Busfahrer, Autobauer, Soldaten, Friseure? Ich weiß, für wen das Gesetzt deutliche Vorteile bietet – für die Arbeitgeber. Die können ganze Bürogebäude in die Luft jagen, schließlich werden, wenn alle Büromitarbeiter von zuhause aus arbeiten, die Büros nicht mehr gebraucht. Die Unternehmer und nicht die Mitarbeiter, sparen dabei gewaltige Summen ein. Das ist dann die Fortsetzung der Verlagerung der Firmenlager auf die Straße, sprich auf die LKWs, die heute für Dreck und verstopfte Straßen sorgen.

Verlagern wir zigtausende Arbeitsplätze in die Wohnung der Mitarbeiter, wird Wohnraum noch knapper. Schließlich braucht man ja dann ein zusätzliches Zimmer als Arbeitszimmer, das der Arbeitnehmer dann im besten Fall steuerlich absetzen kann.

Ich glaube aber, dass die meisten Unternehmer längst erkannt haben, dass die Verbannung der Mitarbeiter keine glückliche Lösung ist. Die vermeintlichen Einsparungen werden schnell dadurch aufgefressen, dass es kaum noch Kommunikation im Unternehmen gibt. Alles wird noch anonymer, von Sicherheitsaspekten mal ganz abgesehen.

Noch eines in Richtung Politiker: Wenn Sie Home Office so toll finden, wieso gehe Sie nicht mit gutem Beispiel voran und lösen Ihre Abgeordnetenbüros und die in Ihren Parteizentralen einfach auf? Hier hätte Sie doch endlich mal die Gelegenheit, nicht nur etwas zu fordern, sonder mit gutem Beispiel voran zu gehen. Wir Steuerzahler würden es begrüßen, wenn wir die teuren Regierungsgebäude nicht mehr finanzieren müssten. Man könnte diese für ganz kleines Geld ja an Startups vermieten, die längst erkannt haben, dass Home Office nur für sehr wenige Menschen wirklich eine gute Lösung ist.

So, nun mache ich Frühstück. Gott sei Dank sind es bis zur Küche nur sechs Schritte.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sontagsfrühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 13.01.2019

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