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Aufgespießt: 100 Jahre Frauenwahlrecht

Was wäre wenn…

(Helmut Harff) Dieser Tage begeht man den Tag, als vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. Eine Errungenschaft der jungen deutschen Republik, die gerade den als "Krieg der Kriege" bezeichneten 1. Weltkrieg mit Pauken und Trompeten verloren hatte.

Ob auch Pauken und Trompeten erklangen, als Männer den Frauen "das Recht einräumten", zukünftig Volksvertreter wählen zu können, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob das den Frauen damals in ihrer Mehrheit etwas bedeutete. Schließlich war der Krieg gerade vorbei, viele Männer waren Krüppel oder "auf dem Feld der Ehre" gefallen und das für einen Kaiser, der nun abgedankt hatte. Die Frauen hatten in den Jahren zuvor auf dem Feld oder in den Betrieben "ihren Mann stehen" müssen. Nun hatten sie vollauf damit zu tun, die Familie und sich irgendwie durchzubringen.

Was brachte nun das Frauenwahlrecht? Heute ist man schnell dabei, zu sagen, dass das ein ganz wichtiger Schritt für die Gleichberechtigung der Frau gewesen ist. Ist er das, wenn man gleichzeitig immer wieder hört, dass es diese Gleichberechtigung gar nicht gibt?

Was hat das Frauenwahlrecht gebracht? Wäre die Entwicklung in Deutschland, im politischen Deutschland eine andere gewesen, wenn es das Frauenwahlrecht nicht gegeben hätte? Wäre dann das Chaos in der Weimarer Republik kleiner oder noch größer gewesen, hätte des dann die Putschversuche von Links und Rechts nicht gegeben oder gar mehr davon? Welche Auswirkung hatte das Frauenwahlrecht auf die Reichstagswahl Anfang 1933, auf der die Machtergreifung Adolf Hitlers erfolgte? Darf man diese Fragen im heutigen ach so politisch korrekten Deutschland überhaupt stellen? Ja, Fragen welcher Art auch immer, darf und soll man stellen. Sie muss man stellen, weil sonst niemand darüber nachdenkt und Antworten auf sie sucht.

Ich frage mich in diesen Tagen angesichts der zahlreichen lobenden Beiträgen zum Frauenwahlrecht, wie es in Deutschland, in Europa und auf der Erde aussehen würde, wenn man mal für die nächsten 100 Jahre das Männerwahlrecht aussetzen würde. Angesichts dieses Vorschlages würde ich vielleicht zur Frau ehrenhalber erklärt. Doch sonst? Würde es keinen Hunger mehr geben? Würden alle kriegerischen Auseinandersetzungen beendet, würde es keinen Terror mehr geben? Würden wir den Klimawandel und die Verschmutzung der Meere noch rechtzeitig in den Griff bekommen? Könnten dann alle Kinder in die Schule gehen, würden keine Frauen mehr beschnitten werden?

Wenn die Abschaffung des Männerwahlrechtes dazu führen würde, dass nur einige der oben genannten Punkte Realität werden würde, ich würde sofort auf mein Wahlrecht verzichten und alles dafür tun, dass das alle Männer tun. Leider glaube ich nicht daran, dass mein Verzicht, dass der Verzicht von Milliarden Männern auf ihr Wahlrecht die Erde auch nur ein bisschen besser machen würde. Wieso? Weil es schon heute weit mehr weibliche als männliche Wähler gibt und die Erde und wir so sind, wie wir es tagtäglich erleben.

Es bedarf eben weit, weit mehr als das Frauenwahlrecht, um eine Welt zu erschaffen, von der Menschen schon seit Jahrtausenden träumen. Wie wäre es, wenn wir auf dem Weg dahin einfach ignorieren, ob jemand Kinder bekommen oder diese nur zeugen kann?

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 21.01.2019

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