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Morgengruß von Helmut Harff: Feuchtgebiete

… mal nicht von Charlotte Roche

An was denken Sie, wenn Sie etwas von Feuchtgebieten hören? Na, na, wer denkt denn da an den skandalumwitterten Roman von Charlotte Roche? Na, lange genug beschäftigte die Autorin ja die Medien, da ist der noch in vielen Köpfen präsent.

Doch heute geht es um Feuchtgebiete, wie man sie in der Natur vorfindet. Wobei, so viele davon gibt es nicht mehr.
Warum sonst braucht man den Welttag der Feuchtgebiete? Der  wird – so verrät Wikipedia - seit 1997 jährlich am 2. Februar begangen. Das im Gedenken an die Ramsar-Vereinbarung – ein Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung - die von der UNESCO angestoßen wurde. Der Tag soll die öffentliche Wahrnehmung des Wertes und der Vorzüge von Feuchtgebieten verbessern.

Ja, früher war unser Land vielfach ein Land voller Feuchtgebiete. Wer nicht gerade in den Bergen lebt, der kennt bestimmt in seiner Umgebung kleinere oder größere Landstriche, die eben mal Feuchtgebiete waren und im Laufe der Jahrhunderte trocken gelegt wurden.

Erst in den letzten Jahren hat man festgestellt, dass solche Feuchtgebiete überaus wichtig sind. Sie sind eben nicht nur wichtig als Lebensraum für Wasser- und Watvögel und zahlreiches anderes Getier. Sie sind auch wichtig für uns Menschen. Feuchtgebiete sind wie Schwämme, die das Wasser genau wie die aufsaugen und somit ein idealer Hochwasserschutz.

Vor Jahrhunderten, aber auch noch nach dem zweiten Weltkrieg wurden Feuchtgebiete trocken gelegt, um so neue Agrarflächen zu gewinnen. Ich kann mich noch erinnern, wie in meiner Kindheit die DDR-Jugendlichen aufgerufen wurden, Landstriche zu entwässern. Man brauchte das Land, um die Menschen ernähren zu können. Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass man in Rumänien daran ging, das Donaudelta genau zu diesem Zweck trocken zu legen.

Wie so häufig merkten erst spätere Generationen, dass man früher zu kurzfristig gedacht hat, dass einem – wie so häufig – das Hemd  näher als die Hose war. Heute ist man deshalb bemüht, alte Feuchtgebiete zu reaktivieren. Das kostet viel Geld, Geld, das heute auch in die Rekultivierung der Braunkohlentagebaue fließt. Da klopft man sich gern dafür auf die Schulter, daraus neue Seen, ja ganze Seenlandschaften zu machen. Von Feuchtgebieten ist da so gut wie nichts zu hören. Die kann man ja später auch nicht touristisch nutzen. Jeder will ein Haus am Wasser, wohl kaum jemand eines an einem Feuchtgebiet.

Ich finde, wir sollten den heutigen Welttag der Feuchtgebiete zum Anlass nehmen, mal unsere Einstellung zu solchen Biotopen zu überprüfen. Wir sollten aber auch mal wieder einen Besuch eines solchen Feuchtgebietes einplanen. Irgendwann wird es ja wieder draußen grünen und blühen und dann ist so ein Feuchtgebiet wirklich sehr interessant – wenn man mal von den Mücken absieht.

Bis dahin ist noch genug Zeit, endlich mal den Roman von  Charlotte Roche in Ruhe zu lesen. Das muss ja nicht am Frühstückstisch sein.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 02.02.2019

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