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Morgengruß von Helmut Harff: Hilfreicher Staat

Ich stelle mir da was anderes vor

Wenn ich das richtig weiß, dann leben wir in einem System, das sich gern soziale Marktwirtschaft nennt. Klingt gut, für viele. Ich finde auch, dass das gut klingt, aber leider auch nicht mehr. Wenn ich das System beschreiben sollte, so fiele mir viel eher soziale Murkswirtschaft ein.

Wenn die Politik von sozialer Markwirtschaft redet, dann meint sie in fast 100 Prozent aller Fälle die Verteilung von Wohltaten. Da soll es mehr geben, mehr Arbeitshilfe, mehr ALG-II, mehr Rente, mehr Geld für die Kinder, mehr Grundlohn – immer mehr. Das klingt auch in vielen Ohren sehr toll. Ist es ja auch – mehr Geld ohne auch nur etwas mehr dafür tun zu müssen.

Die Frage, wo all das Geld für die Wohltaten herkommt, das interessiert die Verteiler des Geldes – die Politiker nicht – aber so etwas von nichts. Kein Wunder, viel zu viele von ihnen haben nie erlebt, wie es ist, wenn sich Leistung lohnt. Sie müssen nur gute Parteiarbeiter sein – und stetig an ihrer Karriere basteln.

Doch was sollen sie tun? Sie sollten sich das Wort soziale Markwirtschaft einmal genau ansehen. Da steht nicht nur sozial, sondern eben auch und vor allem Markwirtschaft. Markwirtschaft, das ist das, wo Leute etwas schaffen, etwas erwirtschaften. Markwirtschaft ist nichts, wo Leute einfach Wohltaten verteilen, sondern genau diese Mittel erst erwirtschaften. Die einen machen das als Unternehmer, als Arbeitgeber und als Freiberufler, die anderen als Arbeitnehmer. 

Alle, die die Markwirtschaft am Laufen halten, brauchen eines nämlich so gut wie nie – von der Politik verteilte Wohltaten. Was sie aber alle brauchen, ist ein Staat, der eben nicht nur an das Soziale, sondern vor allem an die Marktwirtschaft denken.

Was ich meine? Die Politik muss endlich mal entdecken, dass es wesentlich sinnvoller, wesentlich nachhaltiger ist, alles dafür zu tun, dass die Macher, die, die etwas unternehmen und die tagtäglich mit ihrer Arbeit einen Mehrwert schaffen, dies mit so wenig wie möglich Hindernissen können.

Wenn sich die Politik endlich damit beschäftige würde, die Bedingungen für Unternehmer, Arbeitgeber und Freiberufler so zu gestallten, dass die sich ganz auf ihre Arbeit konzenztrieren - nämlich Arbeit für alle zu organisieren - dann müsste sie deutlich weniger Wohltaten verteilen. Dann wäre auch mehr Geld für die Bildung, für Verteidigung, für eine funktionierende Infrastruktur vorhanden. Dann würde sogar die Lust wachsen, sich selbstständig zu machen.

Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass alles im Wildwuchs enden soll. Da sei Gott vor. Doch, dass wirklich jedes Komma durchreguliert ist, das geht einfach zu weit. Doch genau hier das richtige Maß finden zu können, das muss ich nach 30 Jahren bundesdeutscher Erfahrung der Politik in Bausch und Bogen absprechen. Die können eben einfach nicht mehr, als Wohltaten zu verteilen. Das haben sich Ludwig Erhard und Alfred Müller-Armack sicherlich anders gedacht, als sie 1948 die soziale Marktwirtschaft eingeführten. Sie definierten: Die soziale Marktwirtschaft ist ein Wirtschaftsmodell, das den freien Wettbewerb schützt, die Einkommen- und Vermögensverteilung steuert und die Finanzpolitik regelt. Wieso hält man sich so wenig daran?

Ich nehme jetzt auch eine Wohltat entgegen – das von der Besten Frau der Welt gemachte Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvollen Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 17.02.2019

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