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17.07.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Deutsche Sprache

… weibliche Sprache

Nein, nein, ich werde hier keineswegs einer rein weiblichen Schreibweise das Wort reden – wer bin ich denn. Ich werde garantiert auch nicht der Mode folgen und einer sogenannten gendergerechten Sprache das Wort reden.

Sprache kann man aus meiner Sicht überhaupt nicht verordnen. Für mich ist Sprache ein lebender Organismus. Mann oder Frau können einem Baum ja auch nicht befehlen, im Frühling lila Blätter zu tragen. Das kann nicht einmal die Genforschung.

Aber bei der Sprache versuchen das immer wieder Menschen, vermehrt Menschinnen oder Frauenversteherinnen. Sie wollen, dass die deutsche Sprache weiblicher wird. Ich verzichte hier mal auf Beispiele, was dabei so alles heraus kommen kann. Nur soviel – da kommt in vielen Fällen Unsinn heraus.

Eines habe ich erst gestern gelernt: Die, die die Axt an unsere ach so männliche Sprache legen wollen, haben wahrscheinlich nicht so wirklich von der deutschen Sprache eine Ahnung oder sind schlicht und ergreifend Populistinnen.
Ich habe erst gestern erfahren, dass Deutsch weiblich ist. Laut Duden haben 46 Prozent aller deutschen Substantive den weiblichen Artikel “die”. Damit liegen sie vor den männlichen Substantiven (34%) und den sächlichen Nomen (20%).

Worüber beklagen sich all die Sprachkritikerinnen eigentlich? Deutsch soll männlich sein? Müsste man nicht viel mehr fordern, endlich eine Geschlechterparität zumindest bei den Substantiven herzustellen? Vielleicht sollten 45 Prozent den Substantive den weiblichen Artikel “die” und genau so viele den männlichen Artikel haben. Blieben noch 10 Prozent „das“ für alle, die man wohl aktuell „*“ schreibt.

Das war eine rhetorische Frage. Ich will überhaupt keine Änderungen in der deutschen Sprache. Mir, uns, Männern, Frauen und allen andern kann nämlich gar keiner vorschreiben, wie man spricht und schreibt. Es gibt dazu kein Gesetz. Die einzigen, die sich an Regeln halten müssen, sind Schüler und die, die offizielle Schreiben abfassen. Doch auch deren Schreibe ist nichts, was auch nur für Jahrzehnte festgelegt ist. Niemand nennt die ledige Kindergärtnerin oder eine Kellnerin Fräulein. Wobei, letztes hörte ich eine genervte Mutter, die ihre Tochter mit den Worten „Mein liebes Fräulein…“ zur Ordnung rief. Fräulein ist also schon ein Schimpfwort. Müsste es dann nicht eher „der Fräulein“ heißen?

Noch mal zu der genderneutralen offiziellen Sprache, zu der, die angeblich politisch korrekt ist. Wobei die Frage bleibt, was politisch korrekt daran ist, wenn vor jedem Substantiv das Wörtchen  „die“ stehen soll und alles nur in weiblicher Form geschrieben und gesprochen werden soll. Doch das nur noch mal am Rande. So eine genderneutrale Sprache hat vor allem eines zur Folge: Die offiziellen Schreiben werden noch einmal unverständlicher, als sie ohnehin schon in viel zu vielen Fällen sind.

Ich finde – vor allem angesichts der Tatsache, dass das Deutsch eben mehrheitlich weiblich ist - die Diskussion um ein anderes Deutsch völlig unsinnig. Ob Frau nun meint, die Mann oder der Mann ist eine Macho – das ändert nichts daran, dass es eben immer noch Männer gibt, die Machos sind. Es ändert übrigens auch nichts daran, dass die meisten Machos verheiratet sind – mit Frauen.

Erst wenn wir im Zusammenleben mit Mann, Frau und „*“ keine anderen Probleme mehr haben, sollten wir daran gehen, die Sprache geschlechterneutraler werden zu lassen. Ich glaube allerdings, dass das von ganz alleine passiert. Sie nicht? Wer redet denn noch heute von Fräulein, Eidam, Jungfer oder Gatte.

Ich frühstücke jetzt erste einmal mit einer der selbstbewusstesten Frau – der Besten Frau der Welt.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Was ist eigentlich die weibliche Form von Frühstück?

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 19.02.2019

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