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Morgengruß von Helmut Harff: Ist der März…

Gibt es die Bauernregeln noch?

Als ich heute mal wieder nachsah, ob der 22. Februar ein besonderer Tag ist, stieß ich eher zufällig auf das Thema Bauernregeln. Sicherlich kennen auch Sie einige davon und sicherlich zweifeln viele auch deren Richtigkeit an.

Mir ging eher die Frage durch den Kopf, ob man angesichts der Klimaentwicklung auf der Erde, die augenscheinlich gerade deutlich schneller verläuft als überliefert, diese Bauernregeln überhaupt noch gelten können. Nun weiß ich selbstverständlich, dass solche Regeln nur regional gelten. Davon zeugen auch Bauernregeln, die sich auf den heutigen Tag Kathedra Petri (volkstümlich auch Petri Stuhlfeier) beziehen.

Auf Wikipedia fand ich folgende Regeln, die eben zeigen, dass man regional ganz verschiedene hat:
Mal heißt es „Wenn’s friert auf Petri Stuhlfeier, frierts noch vierzehnmal heuer“, mal  „Nach der Kälte der Petersnacht, verliert bald der Winter seine Kraft“. Was nun, bleibt es noch lange kalt oder eben nicht. Kann man, wie es einer anderen Regel heißt „…bald Kohl und Erbsen säen“ oder „…friert das Kalb noch in der Kuh“.

Ich bin mir sicher, dass die Bauernregeln jeweils aus anderen Regionen stammen, stammen müssen. Sonst machen sie überhaupt keinen Sinn. Und doch, es bleibt die Frage, ob wir heute neue Bauernregeln brauchen. Man möchte meinen, dass die angesichts der mehr oder weniger präzisen Wettervorhersagen nicht mehr nötig sind, nicht mehr in die Zeit passen.

Das mag so sein, doch ich befürchte, dass es einfach kaum noch Menschen gibt, die über längere Zeiträume so das Wetter beobachten um daraus zumindest regionale Bauernregeln aufzustellen. Wer ist heute schon tagtäglich wirklich in der Natur? Selbst der Vollerwerbslandwirt ist heute mit seinen vollklimatisierten Traktoren und Landmaschinen unterwegs. Da merkt er nicht mehr viel vom Wetter drum herum.

Und wie würde so eine Regel heute aussehen? „Kommt der Streuwagen an Petri Stuhlfeier, kann man mit der Bestellung beim Saatguthändler noch warten.“ Oder wie wäre es damit: „Dreht das Windrad sich wie wild, wird es sehr bald mild“?

Ich sehe schon den fragenden Blick: Petri Stuhlfeier? Was soll dann das sein? Das ist ein Fest im Kirchenjahr der römisch-katholischen Kirche. Ja, früher hatten die Menschen deutlich mehr Feste als heute. Da nahm man aber keinen Brückentag für ein verlängertes Wellnesswochenende, da ging man in die Kirche. Petri Stuhlfeier erinnert an die Berufung des Apostels Petrus zum Lehramt in der Kirche, seine Übernahme des römischen Bischofsstuhls. Es war in späteren Zeiten der Tag an dem man wie in Hamburg den Bürgermeister wählte. Aber an diesem Tag war auch Gerichtstag und man entließ oder stellte Gesinde ein. Am Vorabend findet an der Nordsee bis heute das traditionelle Biikebrennen statt. Früher wurde damit der Abschied der Walfänger verbunden.

So war Petri Stuhlfeier, wie viele andere kirchliche Feiertage, einerseits ein kirchliches Fest, andererseits hatte er auch eine ganz praktische Komponente.

Ich werden jetzt zum Frühstück keinen leeren Stuhl hinstellen – wie das an Petri Stuhlfeier üblich ist – wenn ich mit der Besten Frau der Welt frühstücke.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Denken Sie immer daran: „Ist der März trüb und grau, küsst der Bauer seine Frau“.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 22.02.2019

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