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Morgengruß von Helmut Harff: Sie predigen Wasser

... und trinken Wein

Nein, heute geht es nicht um irgendwelche Politiker. Es geht auch nicht um irgendwelche Gutmenschen, über solche, die mit dem SUV zum Bauern ihres Vertrauens fahren und anschließend jedes Gramm Fett schön in  die Biotonne entsorgen.

Mir geht es heute um die Kollegen, um die Journalisten, die für die Medien arbeiten, die sich als Leitmedien bezeichnen. Diese Journalisten beklagen alle Schlechtigkeiten der Welt. Gleichzeitig beklagen sie, dass es nicht genügend gesellschaftliches Engagement gibt. Sie beklagen, dass sich die Gesellschaft nicht genügend gegen Missstände wehrt.

Die Kollegen beschweren sich, dass auf der Bundespressekonferenz die Regierung kaum noch Antworten hat. Sie beschweren sich darüber, dass Staaten wie die Türkei ihren Kollegen die Arbeitserlaubnis entzieht. Dabei bleibt es aber in aller Regel. Ich frage mich, wo dann die eingeforderte Zivilcourage bleibt?

Warum stellt man nicht mal für einen Tag oder eine Woche die Berichterstattung über die Regierung ein? Wieso boykottiert man nicht die Pressekonferenzen, wieso lädt man mal - wir haben ja im Osten schon Wahlkampf - eine Woche oder einen Monat keinen Politiker in eine Talkshow ein?

Wenn man all den Krokodilstränen glaubt, so sind alle zutiefst darüber erzürnt, dass Kollegen nicht mehr in der Türkei arbeiten dürfen. Warum stellt man nicht - auch da ist Wahlkampf - die Berichterstattung aus und über die Türkei einfach ein?

Geht nicht? Warum nicht? Die Gewerkschaften streiken doch auch und die Presse jubelt, wenn Schüler jeden Freitag die Schule schwänzen um das Weltklima zu retten. Wieso sollen dann nicht alle in den Presseverbänden organisierten Journalisten auch streiken? Wieso sollen Sie nicht gegenüber der eigenen Regierung - die immer mehr gegenüber der Presse mauert - in den Berichterstattungsstreik treten? Wieso sollen sie nicht einen medialen Boykott gegenüber medienfeindlichen Regierungen wie eben die türkische verhängen und auch für einen gewissen Zeitraum durchhalten?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Menschen im Land so einen Streik wesentlich eher akzeptieren als einen der Piloten, Lokführer oder Kindergärtner.

Übrigens: Viele Journalisten sind in einer streikerfahrenen Gewerkschaft - Verdi - organisiert. Von dort bekommt man sicherlich Tipps, wie man so einen befristeten Medienstreik organisiert. Das Problem ist wohl eher, dass die, die Wasser predigen kein Wasser trinken.

Wenn das so ist, sollte man wenigstens darauf verzichten, sich künstlich aufzuregen. Wer nichts tut, hat auch nichts besseres verdient.

So, ich werde mein Frühstück jetzt nicht bestreiten.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 05.03.2019

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