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17.07.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Nichtkaufwahn

... oder, was es noch für Unsinn gibt

Es gibt immer wieder Ideen, die als etwas ganz tolles in den Medien propagiert werden. Ich weiß gar nicht, wie in manchen Medien der Einstellungstest für Leute, die "mal was mit Medien" studiert haben, ausssehen. Manchmal habe ich den Eindruck, man muss schon etwas merkwürdig gestrickt sein, um dort einen Job zu bekommen.

Was mich aufregt? Aufregen ist sicherlich das falsche Wort. Ich bin nur manchmal erschüttert, über Interviews mit Menschen und deren Ideen, die für mich unter der Rubrik "grenzdebil" fallen. Für so eine Idee halte ich folgende: Da wurde eine der Stimme nach junge Frau im Radio interviewt, die Menschen in sozialen Medien aufruft, ein Jahr lang keine Konsumgüter zu kaufen. Nun ist ja erst einmal die Frage zu klären, was überhaupt Konsumgüter sind. Beginnt das beim Topflappen oder erst bei der Mikrowelle?

Doch lassen wir das mal beiseite. Die gute Frau will, dass man ein Jahr lang wahrscheinlich nur Waren des täglichen Bedarfs kauft. Mal ehrlich, wer kauft sich schon jedes Jahr neue Möbel, neue technische Geräte, ein neues Fahrrad, ein neues Auto oder ähnliches. Eine Blitzumfrage hat ergeben, dass das nur die allerwenigsten tun. Das ist sicherlich nicht repräsentativ, doch es zeigt, dass es nicht sehr herausfordernd ist, auf solche Käufe zu verzichten.

Bleibt die Frage, was machen, wenn der Kühlschrank, die Waschmaschine oder der Laptop kaputt geht? Die Frage hat sich auch die Initiatorin des weltrettenden Konsumverzichts gestellt. Jeder hat deshalb einen (oder mehrere?) Joker. Den zieht er, wenn ein Gerät kaputt geht, ohne das man eben doch nicht leben kann. Es gilt wieder einmal: Keine Regel ohne Ausnahme.

Ich frage mich, was die ganze Aktion soll? Soll man sparen? Das Gegenteil ist der Fall. Wer beispielsweise 10.000 Euro im Jahr nicht ausgibt, der spart nicht etwa, sondern verliert angesichts einer Inflationsrate von 1,8 Prozent 180 Euro. Und sonst? Sonst kauft man einfach Dinge nicht, die man auch sonst nicht gekauft hätte, weil man - siehe Blitzumfrage - sowieso nichts gekauft hätte. Das Ganze ist schlichtweg Humbug. Man schafft es damit aber in die Medien - sogar bis zu genussmanner.de.

Liebe Initiatorin dieser, na sagen wir mal etwas skurielen Idee, wie wäre es, wenn Sie dazu aufrufen, ein Jahr lang keine Klamotten, keine Schuhe, Taschen oder auch nur Strumpfhosen und auch keinerlei Kosmetika zu kaufen? Das dann bitte auch ohne Joker und verbunden mit der dringlichen Bitte, so etwas auch nicht geschenkt zu bekommen und alle entsprechenden Werbegeschenke entrüstet zurück zu weisen. Zugegeben, auch das ist eine ziemlich blöde Idee, die nichts bewegt, nicht bewirkt. Na vielleicht eins doch: Die heimischen Lager werden - wenn auch kaum sichtbar - etwas abgebaut. Mehr passiert da ganz sicher nicht.

Ich erliege jetzt meinem sonntäglichen Kaufrausch - beim Bäcker.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und allen in Berlin einen schönen verkaufsoffenen Sonntag.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 10.03.2019

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