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24.08.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Partygeflüster

Wenn man sich mal an die Seite stellt…

Wie gestern schon geschrieben, war ich gerade auf Sylt. Das ist bekanntlich die Insel der Reichen und Schönen, die Partyinsel der Deutschen. Was liegt also näher, als auf der Nordseeinsel Party zu machen.

Der Grund für die Party im „Alter Gasthaus“ in List war ein relativ profaner. Die Gruppe 12.18 hat das historische Gasthaus übernommen, renoviert und nun neu eröffnet. Nun soll das ein neuer Insel-Hotspot werden. Die Grundlage dafür wurde gerade gelegt. Rund 70 Leute trafen sich bei Austern und Champagner – so viel zu den Sylt-Klischees  – um das alte neue Gasthaus zu feiern.

Ich zog mich irgendwann etwas zurück und machte, was ich am liebsten mache: Leute beobachten. Ich stellte fest, dass das eine sehr bunte Truppe ist, die da feiert. Da waren die Reichen und da waren die Schönen. Da waren sogar Reiche und Schöne. Da waren die, die entweder reich oder schön sein wollten, aber nicht so ganz dazu gehörten – zumindest zu den Reichen und Schönen. Da waren die, die alles daran setzten, dass sie auffielen und die, die eben nicht auffielen, die sicherlich auch gar nicht auffallen wollten. Und dann gab es noch die, die schlicht und ergreifend den Laden am Laufen halten mussten, die für die Organisation verantwortlich waren.

Doch mal der Reihe nach: Da gab es die Reichen. Die sind eigentlich am schwersten zu erkennen. Man  sieht jemand zumindest auf den ersten Blick nicht an, dass er millionenschwer ist, dass er mit dem eigenen Jet nach Sylt gekommen ist. Da muss man schon genau auf die Schuhe, die Uhren oder auch die Manschettenknöpfe achten, um zu sehen, ob jemand wirklich reich ist.

Dann sind die, die zu den Schönen gehören. Da gibt es vor allem die weiblichen Partybesucher. Es gibt die, die vor allem dadurch auffallen, indem sie viel (junge) Haut zeigen – ganz nach dem Motto „Wer hat der kann“. Dann gibt es die, die durch ihr Verhalten, durch affektiertes Lachen oder ähnliches auffallen. Das ist schon weniger schön. Und dann gibt es da noch die, die blond und blauäugig sind und um die sich immer einige Menschen drehen. Richtig, das sind dann die Schönen und Reichen.

Und hier ist dann Vorsicht angesagt: So traf ich auf Sylt eine Tochter, die sicherlich immer wieder in die Schublade „Reiche Tochter“ geschoben wird. Reiche Tochter stimmt – dagegen kann man auch nichts machen. Doch das heißt nicht, dass blond gleichzusetzen mit auf den Kopf gefallen ist. Gut, wenn man dann doch den Smaltalk nicht zu oberflächlich gestaltet.

Ja, und dann sind da die Zeitgenossen, die jedem der es hören will oder auch nicht, erzählen, was sie für tolle Typen sind. Das sind eigentlich immer Männer, die ihre besten Jahre (wenn sie die überhaupt hatten) schon hinter sich haben oder zumindest glauben, dass sie der absolute Hecht im Karpfenteich sind. Von denen sang schon die Erste Allgemeine Verunsicherung (In der Provinz bin ich der Märchenprinz). Solche Männer erkennt man nahezu immer an ihrem Outfit und daran, dass keine Frau – um so jünger um so besser – vor ihren Annäherungsversuchen sicher ist. Solche eigentlich bedauernswerte Geschlechtsgenossen müssen einfach jedem erzählen, wie toll sie sind.

Da sind mir die, die man despektierlich  als graue Mäuse oder Mauerblümchen bezeichnet, viel lieber. Und, hinter diesen unspektakulären Fassaden verbergen sich nicht selten eben auch Reiche und – wenn man noch etwas genauer hinsieht – auch Schöne. Sie sind es wohl, die eher das sind, was Sylt heute auszeichnet, die heute die Gastlichkeit im „Altes Gasthaus“ in List besonders schätzen.

Ich schätze jetzt das Frühstück in der Frühlingssonne.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 06.04.2019

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