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Hochgenuss für Kunstliebhaber

Am 17. Mai wird das Museum der Schönen Künste MBA Dijon neueröffnet



Dijon erwartet den 17. Mai 2019 mit großer Spannung. An diesem Tag wird das völlig neugestaltete Museum der Schönen Künste feierlich eingeweiht. Es ist eines der ältesten Museen Frankreichs und beherbergt Kunstwerke aus altägyptischer Zeit bis zum 21. Jahrhundert. Das Museum befindet sich im Ostflügel des ehemaligen Palasts der Herzöge von Burgund.

60 Millionen Euro wurden investiert um eine regelrechte Metamorphose durchzuführen. Schon seit Jahrzehnten war man sich einig, dass eine Grundrenovierung nötig sei, um die ausgestellten Werke besser zu schützen und Sie für die Besucher besser auszustellen. Ab 2001 wurde zunächst eine fünfjährige Vorstudie unternommen, bevor man den ersten Bauabschnitt in Angriff nahm. Der zweite Bauabschnitt verlief von 2015 bis 2019. Jetzt erstrahlt das Museum MBA Dijon in vollem Glanz.

Den Architekten Yves Lion und Eric Pallot ist es gelungen, das Museum mit der Stadt besser kommunizieren zu lassen. Alleine 200 Fenster und Türen wurden umgebaut um die 50 Säle mit über 4200 m² modern zu gestalten. Während der Bauzeit wurden auch 1000 Kunstwerke restauriert. Schwerpunkte der Sammlung sind die burgundische Kunst des Spätmittelalters, französische Skulptur und Malerei des 17., 18. und 19. Jahrhunderts sowie Werke regionaler Künstler. Insgesamt 1500 Werke sind ausgestellt.

Besançon ist ein wichtiger Vertreter der französischen „Städte für Kunst und Geschichte“. Hier wurde im November 2018 das Museum für schöne Künste & Archäologie neu eröffnet. Seit 2014 war es vom Architekten Adelfo Scaranello generalüberholt und erweitert worden. Das älteste Museum Frankreichs, das seit 1694 besteht, und somit fast hundert Jahre älter als der Louvre ist, sollte jetzt auch eines der modernsten werden. 11 Millionen Euro wurden investiert, um den Besuchern ein Museum mit mehr als 1500 m² zusätzlicher Fläche zu bieten, wobei 40 wichtige Werke zu sehen sein werden, die das Publikum vorher noch nicht zu Gesicht bekommen hatte. Sammlungen der Bereiche Archäologie, Zeichnungen und Gemälde werden gezeigt. Die ägyptische Sammlung hat als Glanzstücke die Mumien des königlichen Schreibers Seramon vom Ende der 21. Dynastie.

Das Museum besitzt eine der größten Grafiksammlungen Frankreichs mit über 6000 Arbeiten vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Bei den Gemälden sticht die „Beweinung des toten Christus“ (um 1545) von Angelo Di Cosimo, genannt Bronzino hervor. Das Museum befindet sich im in einer Flussschleife des Doubs gelegenen Stadtzentrum unterhalb der Zitadelle.

Dole besitzt ebenfalls das französische Label „Stadt für Kunst und Geschichte“. Sein Museum für Bildende Kunst und Archäologie wurde 1821 gegründet. Seit 1980 ist es im Offizierspavillon untergebracht, ein schönes Beispiel für die Militärarchitektur der Region aus dem 18. Jahrhundert. Die Sammlungen umfassen drei Bereiche: Archäologie, antike Kunst und zeitgenössische Kunst. Zwei Räume sind den archäologischen Funden des Jura vom Neolithikum bis zur Merowingerzeit gewidmet. Der Reichtum der Kunstsammlung erinnert an den Wohlstand der Stadt, die bis 1678 Hauptstadt der Franche-Comté war: Skulpturen vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert, französische Malerei des 17. bis 18. Jahrhunderts, italienische Schule und nordische Meister. Es besitzt auch eine Sammlung aus dem 19. Jahrhundert und von regionalen Künstlern. Darüber hinaus wird die Geschichte der Franche-Comté durch Gemälde von Eroberungsszenen dargestellt.

Am 1. März 2019 wurde das Museum der schönen Künste in Belfort neueröffnet. Es befindet sich seit 2008 im Turm 41, ein von Vauban entworfener Bastionsbau, Nach einer Schließung zur Restaurierung der Gewölbe seit 2016 findet das Publikum jetzt eine Sammlung wieder, die viele Überraschungen birgt. Das Museum verspricht eine Reise durch die großen Momente der europäischen Kunstgeschichte, von der Rheingotik bis zur niederländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts. Das 19. Jahrhundert ist ein weiterer Höhepunkt der Kunstgeschichte und der Sammlungen von Belfort, mit einer Serie von gemalten Skizzen und Gemälden von François- Joseph Heim und Gustave Dauphin sowie Skulpturen von Frédéric Auguste Bartholdi oder Antonin Mercié. Die Sammlungen bieten auch ein Panorama der künstlerischen Erneuerung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

In Burgund und in der Franche-Comté haben die regionalen Fonds für zeitgenössische Kunst (FRAC) seit ihrer Gründung durch Kulturminister Jack Lang im Jahr 1982 einen umfangreichen Fundus an zeitgenössischer Kunst aller Art zusammengetragen. Der Sitz des FRAC Franche-Comté ist Besançon und befindet sich seit 2013 im Gebäude der Cité des Arts et de la Culture.

Der vom japanischen Architekten Kengo Kuma entworfene Bau zu Füßen der Zitadelle von Besançon beherbergt auch das Konservatorium. Er wurde auf dem zwei Hektar großen Gelände des aus den 1930er Jahren stammenden, früheren Binnenhafens von Besançon am Ufer des Doubs errichtet, wo er neue städtebauliche Akzente setzt, und doch der Geschichte des Ortes treu bleibt.

Die vom FRAC erworbene Sammlung umfasst mehr als 500 Werke zeitgenössischer Kunst von über 200 Künstlern (Stand 2012), darunter Malerei, Fotografien, Skulpturen, Installationen, grafische, textile und audiovisuelle Arbeiten. Alle Werke verbindet als Leitlinie das Thema Zeit (z. B. Erinnerung, Dauer). Der FRAC Bourgogne mit einer 650 Werke von 240 Künstlern umfassenden Sammlung organisiert in Dijon regelmäßig Ausstellungen.

Fotos: Jörg Hartwig

 


Veröffentlicht am: 09.04.2019

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