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Spannende Reise unter die Erde

Osnabrücker Land übt auch unterirdisch eine Menge Faszination aus



Das Osnabrücker Land hat viel zu bieten: Geschichte – hier wurde die berühmte Varus-Schlacht geschlagen und 1648 der 30-jährige Krieg beendet –, Natur – Teutoburger Wald und der Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita laden zum Wandern und Radeln ein –, und Entspannung in den vier Heilbädern und Kurorten in der Region.

Doch nicht nur über der Erde, auch unter der Erde gibt es im Osnabrücker Land einiges zu entdecken: Alte Bergwerksstollen, die Industrie- und Erdgeschichte zum Leben erwecken, ein unterirdischer Solegang, der mit unerwarteten Einblicken überrascht, oder das Museum Industriekultur, das Besucher mit einem gläsernen Aufzug in das Reich jenseits des Lichtes entführt. Der Zoo Osnabrück lädt dazu ein, Tiere wie Nacktmull oder Fledermaus in ihren natürlichen unterirdischen Lebensräumen anzuschauen.

Wer hat schon einmal einen Berg von innen gesehen? Im Osnabrücker Land, zwischen Hasbergen und Hagen a.T.W., ist das möglich. Denn hier, im sogenannten „Hüggel“, wurde aufgrund der Gesteinsgewinnung in den 1920ern und 1930ern ein etwa 250 Meter langer Tunnel gegraben, durch den das abgebaute Material wie Kalkstein mithilfe von Feldbahnen abtransportiert wurde. Heute können Touristen über stabile Holzbohlen im Silberseestollen stapfen und Erdgeschichte hautnah erleben. Denn vor etwa 240 Millionen Jahren befand sich dort, wo sich heute das Osnabrücker Bergland und der „Hüggel“ erhebt, ein riesiges Wattenmeer. Und das steckte voller Leben, wie die Spuren unzähliger Lebewesen im Kalkstein beweisen. Quasi aus der Maulwurfsperspektive können sich Besucher die Spuren von Muscheln und Pfeilschwanzkrebsen im fossilen Wattenmeer anschauen. Je nach Witterungsbedingungen werden „Wattwanderungen im Mittelgebirge“ von Mai bis Oktober durch den Silberseestollen angeboten. www.geopark-terravita.de.

Eine Reise unter die Erde

„Guckt da nicht eine Ratte aus der Röhre hervor?“, „Schau mal, was für lange Zähne der Nacktmull hat!“ … so klingen aufgeregte Kinder, die den europaweit einmaligen unterirdischen Zoo in Osnabrück besuchen. Hier können Besucher täuschend echt gestaltete unterirdische Stollenlabyrinthe entdecken, in denen Präriehunde, Nacktmulle, Ratten, Erdhummel und Co. leben. Die Ratten beispielsweise haben ein Gehege, das einem mittelalterlichen Abwasserkanal nachempfunden ist – natürlich ohne geruchsintensive Ablagerungen. So kann man den meist unterirdisch lebenden Tieren beim Graben, Futtern, Höhlenbau, Hausputz oder Zanken zuschauen. Interaktive Stationen verraten, wie die Tiere in der Dunkelheit zurechtkommen. Weiteres Plus: Besucher können an Wochenenden sowie an Feiertagen über eine unterirdische Brücke direkt in die Ausstellung „unter.Welten“ des Museums am Schölerberg gehen (ohne Aufpreis).

Auch das Museum Industriekultur entführt Osnabrück-Besucher unter die Erde: Mit einem gläsernen Aufzug geht es 30 Meter in die Tiefe. Hier schließt sich ein begehbarer Bergwerkstollen an, durch den es dann – 300 Meter unter Tage – weiter zum Magazingebäude geht, in dem die Sonderausstellungen des Museums zu sehen sind.

Licht ins Dunkel der unterirdischen Solegänge bringen

Die unterirdischen Solegänge in Bad Rothenfelde wurden im Mai 2018 eröffnet; zuvor fanden sie über 200 Jahre lang kaum Beachtung. Ein Teilstück wurde so hergerichtet, dass man den uralten Gang bequem trockenen Fußes beschreiten kann. 1724 wurde hier eine ergiebige, kohlenstoffhaltige Solequelle mit einem Salzgehalt von fünf Prozent entdeckt, die das kleine Dorf Rothenfelde in einen beliebten Kurort verwandelte. Früher wurde die Sole in ausgehöhlten Fichten durch eben jenen nun begehbaren unterirdischen Gang bis zum Gradierwerk gebracht; bis heute fließt die Sole, nun allerdings aus anderen Quellen gewonnen, in den beiden Gradierwerken in Bad Rothenfelde – durch mehrfaches Verrieseln über die Dornwände auf 25 Prozent konzentriert – und speist zudem die „carpesol Spa Therme“ sowie die therapeutischen Wannenbäder im Kurmittelhaus. Das beinahe mystische Erlebnis im Gewölbe wird kombiniert mit der Besichtigung der „Alten Quelle“ im Konzertgarten. Dort wird geräuschvoll die historische Pumpe wie in alten Zeiten in Bewegung gesetzt. Besichtigungen finden von Ostern bis Oktober am Wochenende zwischen 15.00 und 17.00 Uhr statt.

Ein einzigartiges Salz – made in Germany

In der Salzmanufaktur „King of Salt“ in Bad Essen im Osnabrücker Land wird eines der hochwertigsten Natursalze der Welt gefertigt – vollkommen naturbelassen und frei von Zusatzstoffen. Aus sage und schreibe 800 Metern Tiefe wird dieses Salz gewonnen: Bad Essen ist der einzige Ort weltweit, an dem sich aus dem Urmeerwasser kein Steinsalz – daraus besteht 70 Prozent der Weltsalzproduktion – gebildet hat. Stattdessen hat es über 200 Millionen Jahre in 800 Metern Tiefe in flüssiger Form überdauert, geschützt vor Verunreinigungen und Umwelteinflüssen. Dieses urzeitliche Meerwasser hat einen außergewöhnlich hohen Mineralsalzgehalt von 31,5 Prozent und enthält beispielsweise Schwefel, Mangan, Kalzium und Magnesium.

Das Osnabrücker Land

Das Osnabrücker Land liegt im Südwesten Niedersachsens. Knapp 25 Millionen Tagesausflugsgäste im Jahr besuchen die Stadt Osnabrück und den sie umgebenden Natur- und UNESCO Geopark TERRA.vita. Mit mehr als zwei Millionen Gästeübernachtungen zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge ist die Region ein attraktives Reiseziel vor allem für Städtereisende, Gesundheitsliebhaber und Radfahrer. In Osnabrück wurde der Westfälische Friede verkündet; dieses historisch bedeutsame Ereignis wirkt nach: Die mehr als 500.000 Einwohner in der Region gelten als überaus entspannt, freundlich, bodenständig – friedlich eben. Das schätzen die Gäste, die statt Chichi „echte“ Urlaubsabenteuer in der Natur erleben.

 


Veröffentlicht am: 10.05.2019

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