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Neue Sachlichkeit. Kunst in der Weimarer Republik

... im Museum Gunzenhauser / Kunstsammlungen Chemnitz

Die Kunstsammlungen Chemnitz präsentieren 100 Jahre nach Verkündung der Weimarer Verfassung eine umfangreiche Sonderausstellung zur Kunst der Neuen Sachlichkeit in der Weimarer Republik.

In der Ausstellung mit 120 Gemälden, Grafiken und Fotografien aus den Beständen der Kunstsammlungen am Theaterplatz und des Museum Gunzenhauser werden sowohl Werke überregional bekannter als auch regionaler Künstlerinnen und Künstler gezeigt.

Die Kunst der Neuen Sachlichkeit war von vergleichsweise kurzer Dauer, ihre Wirkmächtigkeit ist aber immens. Wie in kaum einer anderen Kunstrichtung spiegeln sich die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen der Epoche wider. Die Erfahrungen der Jahre 1918 bis 1933 werden in der Ausstellung Neue Sachlichkeit. Kunst in der Weimarer Republik im Museum Gunzenhauser im Kontext der Zeit sichtbar gemacht.

Waren die frühen Jahre der Weimarer Republik, unmittelbar nach dem Ende des verlorenen Ersten Weltkriegs, von politischen Umwälzungen und sozialer Not geprägt, folgte von 1924 bis 1929 eine Phase des Aufschwunges, in der Kultur und Wirtschaft florierten. Mit der im Oktober 1929 einsetzenden Weltwirtschaftskrise endeten die „Goldenen Zwanziger“ und Armut und Elend breiteten sich aus. Diese Wirklichkeit spiegelt sich in einer Kunst, deren Künstler sich einer gegenwartsnahen bzw. gegenstandsbetonenden Darstellung ihres Umfeldes verpflichtet fühlten. Auch in Reaktion auf den gefühlsbetonten Expressionismus der Vorkriegszeit richteten Künstlerinnen und Künstler mit kühlem Blick ihre Aufmerksamkeit auf den Alltag; die Welt und die Dinge sollten gemalt werden, wie sie wirklich sind.

So beleuchtet die Ausstellung in thematischen Schwerpunkten sowohl die Krisen der ersten deutschen Demokratie – der verlorene Krieg, Verarmung, Arbeitslosigkeit, soziales Elend, Wohnungsnot und Obdachlosigkeit, Hunger und Prostitution,als auch die Errungenschaften – kulturelle Blüte, Modernisierung der industriellen Produktionsstätten, Fortschritt in Wissenschaft und Technik, die Veränderung der Geschlechterkonventionen und moralischer Begriffe, die Freizügigkeit der Sexualität.

Porträts von Menschen, Darstellungen von Fabriken, Industrieanlagen, technischen Entwicklungen und Städten in einer klaren visuellen Sprache erzählen von einer Zeit, ihren Errungenschaften und ihrem Zusammenbruch. Der Fokus liegt dabei auf den Zentren Berlin und Dresden, aber auch Werke Chemnitzer Künstler, wie Gustav Schaffer und Martha Schrag, werden in der Ausstellung präsentiert.

Nach der epochemachenden Ausstellung Die neue Sachlichkeit – Deutsche Malerei seit dem Expressionismus, welche 1925–1926 in Mannheim, Dresden und auch in Chemnitz gezeigt wurde, ist es die erste Ausstellung zur Neuen Sachlichkeit in Chemnitz seit 93 Jahren. Auch mit Blick auf die Gegenwart führt ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Lesungen, Performances, Theater- und Filmaufführungen in den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontext der Zeit ein.

Begleitprogramm

Kuratorenführung
Mittwoch, 29. Mai 2019, 18:30 Uhr

Vorträge mit thematischen Kuratorenführungen
Mittwoch, 5. Juni 2019, 19:00 Uhr
Weimar – die modernste Demokratie der Welt.
Innovation und internationale Wirkung
Prof. Dr. Michael Dreyer, Jena
Die Weimarer Republik war der modernste Verfassungsstaat nach dem Ersten Weltkrieg. Welche Chancen, Aufbrüche und Neuerungen bot die Weimarer Republik und wo saßen ihre Feinde?

Mittwoch, 12. Juni 2019, 19:00 Uhr
Weimarer Verhältnisse?
Dr. Andreas Braune, Jena
Die angebliche Krise der Demokratie weckt Erinnerungen und allerorten ist von „Weimarer Verhältnissen“ und ihrer Rückkehr die Rede. Doch was ist an diesem Vergleich dran?

Mittwoch, 21. August 2019, 19:00 Uhr
Vom roten zum braunen Sachsen.
Zur Massenbasis des Nationalsozialismus im größten NS-Gau des Reichs
Prof. Dr. Jürgen W. Falter, Mainz
Aus Sachsen kamen die meisten Mitglieder der NSDAP. Welche demographischen und sozialen Gruppen schlossen sich ihr an und welche sozialen und wirtschaftlichen Strukturen begünstigten die Mitgliederrekrutierung?

GLAMNITZ_Sex
Eine museale Verführung
Samstag, 15. Juni 2019, 19:30 Uhr
Gemeinsam mit dem Publikum macht sich das Kollektiv Glamnitz auf die Suche nach dem Glamour in Chemnitz und findet durch neue Blickwinkel die verborgenen Schönheiten der Stadt. Glamnitz_Sex ist die letzte Veranstaltung einer dreiteiligen Reihe unter dem Motto Sex, Drugs & Rock’n’Roll.

Lesung
Mittwoch, 17. Juli 2019, 18:00 Uhr
Unda Hörner liest aus 1919. Das Jahr der Frauen
1919 erhalten Frauen in Deutschland das Wahlrecht, mit Käthe Kollwitz wird erstmals eine Frau in die Akademie der Künste berufen. Unda Hörner verwebt Lebenswege und historischen Ereignisse zu einer faszinierenden Zeitreise ins Jahr 1919, in dem auf einmal alles möglich schien für die Frauen.

Theater
Sonntag, 2. Juni 2019, 14:30 Uhr
Samstag, 8. Juni 2019, 16:00 Uhr
Sonntag, 9. Juni 2019, 14:30 Uhr
Samstag, 6. Juli 2019, 16:00 Uhr
Sonntag, 7. Juli 2019, 14:30 Uhr

Alltag mit Pünktchen und Anton frei nach Erich Kästner
Ein immersives Figurentheater für Familien
Regie: Heda Bayer, Off-Bühne Komplex Chemnitz
Mit den Werken der bildenden Kunst in der Ausstellung und literarischen Werken Erich Kästners aus der Zeit der Weimarer Republik werden Themen wie Armut, Hunger und Elend in einem partizipatorischen Theaterstück nachvollziehbar.

Performance
Dienstag, 9. Juli 2019, 18:00 Uhr
Gewalt, Geschlecht und Wir
Ausgehend von Werken Otto Dix‘ greift die Veranstaltung Aspekte aus den Bereichen Frauenwahlrecht, Feminismus und Sexismus auf. Die interaktive Performance ist ein Projekt von Studierenden der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz.

Kino
Freitag, 16. August 2019, 19:00 Uhr
Die Nacht der Neuen Sachlichkeit im Freilichtkino Metropol
Zu Klängen von Kurt Weill bis Igor Strawinsky serviert das Oberdeck Team Grillvariationen.
Nach einem Vortrag zur Kunst der Neuen Sachlichkeit von Karoline Schmidt, Volontärin im Museum Gunzenhauser, wird nach Sonnenuntergang Fritz Langs Klassiker M – Eine Stadt sucht den Mörder gezeigt.

Finissage und Performance
Sonntag, 25. August 2019, 15:00 Uhr
Osmar Osten: Geschmackssache Wahl
Die Wahlen zur verfassunggebenden Nationalversammlung am 19. Januar 1919 waren die ersten freien und demokratischen Wahlen auf Reichsebene nach dem Sturz der Monarchie. Erstmals hatten auch Frauen das aktive und passive Wahlrecht.
In der Performance von Osmar Osten liegt der Fokus auf dem Akt des Wählens, zugleich erinnert er an die aktive Mitgestaltung unserer Demokratie.

Museum Gunzenhauser / Kunstsammlungen Chemnitz
Stollberger Straße 2
09119 Chemnitz
T +49 (0)371 488 7024
kunstsammlungen-chemnitz.de

Öffnungszeiten
Di, Do–So, Feiertag 11–18 Uhr,
Mi 14–21 Uhr

Führungen können online gebucht werden.

Bild:
Otto Dix (1891 – 1969)
Sonntagsspaziergang, 1922
Öl auf Leinwand, 74,5 x 60 cm
Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser
Eigentum der Stiftung Gunzenhauser
Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Bertram Kober
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 


Veröffentlicht am: 29.05.2019

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