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Morgengruß von Helmut Harff: Ja, mir san mit'm Radl da ...

… und das nicht nur heute

Ja, mir san mit'm Radl da;  ja, mir san mit'm Radl da!
Heut' san mir mit'm Radl da;  ja, mir san mit'm Radl da!
Heut' san mir mit'm Radl da!


So textete einst Ernst Neger – der hieß wirklich so. Als er 1989 starb, war das Radfahren nun wahrlich nichts Neues mehr, doch er konnte noch nicht ahnen, dass wir heute den Weltfahrradtag begehen. Er wurde, so verrät Wikipedia, am 12. April 2018 als ein offizieller UN-Tag des Bewusstseins über die gesellschaftlichen Vorteile der Fahrradnutzung verabschiedet.

Ja heute sind sehr viele mit'm Radl da. Doch wie gesagt, neu ist das nicht. Sieht man sich Fotos aus den frühen Jahren des vergangenen Jahrhunderts an, so waren da schon tausende von Menschen mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit. Selbst Räder mit Hilfsmotoren gab es damals schon. In Schöneweide, damals noch gar nicht zu Berlin gehörig und als Sitz der AEG bekannt, baute man sogar den sogenannten Kaisersteg – eine Brücke über die Spree, die vor allem von Radfahrern benutzt wurde.

Mit dem Rad zur Arbeit, aber auch ins Grüne zu fahren, ist also nichts Neues. Damals wie heute konnten sich augenscheinlich viele ein Rad leisten. Waren die damals noch einfach aber sehr robust, so machen wir heute aus dem Rad eine Wissenschaft. Räder können durchaus den Preis eines vernünftigen Gebrauchtwagens erreichen. Ob das immer notwendig und auch dem Umweltgedanken der Radler zuträglich ist? Carbon, Aluminium oder Titan – um nur drei Materialien zu nennen – werden ganz sicher nicht die Umweltbilanz eines Rades erhöhen.

Schon im Kaiserreich baute man Brücken für Radler - die waren augenscheinlich notwendig. Heute baut man Radwege, beziehungsweise plant die jahrzehntelang. Zumindest gilt das für Städte, gilt das für Orte, wo das Rad mit dem Auto konkurriert, aber der Platz nun mal verdammt knapp ist. Doch genau dort gibt es ja viele Alternativen. Ich meine den öffentlichen Personennahverkehr, den man anstelle Auto oder Rad benutzen kann.

Doch wie sieht das auf dem Land aus? Da gibt es deutlich weniger öffentlichen Verkehr, da gibt es auch deutlich weniger Radwege, da bleibt in vielen Fällen eben nur das Auto. Das macht dort den gleichen Dreck wie in Städten, es fällt nur weniger auf. Wer auf dem Land mit den Rad von A nach B kommen will, muss schon Glück haben, wenn er einen Radweg nutzen kann. Da werden neue Straßen gebaut, doch die Anlage von parallel verlaufenden Radwegen vergisst man schlicht. Wenn man auf solchen Straßen überhaupt als Radfahrer geduldet wird, so riskiert man dort Kopf und Kragen. Von Abstand zwischen Autos – vor allem großen LKWs und Landmaschinen – kann da ein Radfahrer nur träumen. Dass auf diesen Straßen nicht überall ein weißes Rad – Zeichen für einen verstorbenen Radler – steht, ist nur der Tatsache geschuldet, dass da kaum ein Radfahrer fährt und so seine Gesundheit und sein Leben riskiert.

Hier sollten all die Umweltschützer, die Autohasser mal tätig werden. Doch die, so mein Eindruck, leben lieber in den Städten mit ihren Radwegen und der nötigen Infrastruktur. Sie singen „Ja, mir san mit'm Radl da ...“, wenn sie auf eher leeren Straßen am Wochenende eine Radtour  ins Umland machen oder auf den toll für die Touristen ausgebauten Fernradwegen unterwegs sind.

Auch ich bin ja vielfach mit'm Radl da ..., doch ich überlege mir gerade in meinem Exil in der Lausitz schon genau, wann und wo ich mit dem Rad unterwegs bin. In Berlin ist der Spaß deutlich größer. Da blockiere ich mit meinem Dreirad schnell mal die nicht gerade breiten Radwege. Wenn nun alle Radler hinter mir sich an die Regeln halten würden, hätte ich schnell sehr viele Radler hinter mir. Doch die drängeln sich an mir vorbei, nutzen den Bürgersteig und beschimpfen mich immer wieder. Mal sehen was das gibt, wenn in wenigen Jahren tausende von Lastenrädern die Straßen und Radwege bevölkern. Auf dem Land wird das wohl noch sehr lange auf sich warten lassen. Doch es gibt ja noch das Auto.

Ich werde jetzt schnell zum Bäcker radeln. Die Beste Frau der Welt liebt frische Frühstücksbrötchen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und Gesundheit.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Kunigunde, Camilla, Leif, Friedrich

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 03.06.2020

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