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Morgengruß von Helmut Harff: Milliarden für den Fußball

Man kann es kaum glauben …

Arme Fußballer, arme Fußballvereine, armes Fußball-Showbusiness. Ja, ich bedauere die. Man stelle sich vor, die bekommen ab 2021 nur noch lumpige 1,1 Milliarden Euro pro Jahr – in Zahlen 1.100.000.000 Euro – vom Fernsehen und Rundfunk. Ist das nicht traurig?

Mal ohne Quatsch, es scheint so, dass man mit Fußball auch als Medium, als Fernseh- und Rundfunkanstalt, viele Milliarden Euro verdienen kann. Wie sonst ist jemand bereit, über eine Milliarde Euro Jahr für Jahr an die Profi-Fußballliga, die DFL zu überweisen? 1,1 Milliarden Euro allein für eine Sportart? Warum nicht, wenn man damit viel Geld verdienen kann. So ist das Leben, so funktioniert die Markwirtschaft.

Doch hat das noch etwas mit Sport zu tun? Ja, die Fußballer spielen Fußball. Sie spielen Fußball, weil sie das gern tun. Das will ich gern glauben. Doch würden sie das auch tun, wenn sie das in ihrer Freizeit – also ohne hohe, zum Teil wahnsinnig hohe Gagen – tun müssten? Ich glaube auch das, schließlich gehen die allermeisten Fußballer genau so ihrem Freizeitvergnügen nach.

Doch warum bekommen einige wenige Kicker, einige wenige Vereine, einige wenige Trainer, Betreuer und Berater dann so viel Geld? Weil für die eben Fußball nicht die schönste Nebensache der Welt ist. Für die ist Fußball ein milliardenschweres Business, man kann auch sagen, für sie ist Fußball ein milliardenschweres Showgeschäft, von dem Millionen Menschen nicht nur in Deutschland so fasziniert sind, dass jeder bereit ist, dafür einiges an Geld auszugeben. Wer Fußball im Fernsehen nicht erst spät abends in der Zusammenfassung sehen will, der muss gleich für zwei Bezahlfernsehsender zahlen und damit die 1,1 Milliarden Euro plus dem Gewinn der Sender finanzieren. Wer dann auch noch ins Stadion gehen will, greift für seine Dauerkarte nochmals tief in die Tasche.

Ja, es muss jeder für sich selber entscheiden, ob man dafür zahlen will, dass man bequem auf dem Sofa sitzen kann und Leuten zusieht, die für ihren Job sehr viel Geld verdienen. Die verdienen das, ob sie nun ihren Job so wie die Bayern oder wie die aus Paderborn machen. Schön, die Paderborner verdienen deutlich weniger als die Münchener, doch auch mit deren Gehalt gehörte man zu den sehr gut Verdienenden.

Ich frage mich immer, warum man nicht wenigstens auch einen Bruchteil einer Summe wie die 1,1 Milliarden Euro für den Fußball auch für andere Bereiche des Showgeschäfts ausgibt? Warum überträgt man nicht Theater- und Opernaufführungen? Gibt es nicht genug Theaterfans, zumindest nicht so viele, wie Fußballfans? Reicht der Intellekt für viel nur so weit, dass man gerade noch die Abstandsregel versteht? Macht Theater auf dem Sofa keinen Spaß? Will kaum jemand mit einem Glas Champagner und Häppchen einen Opernabend auf dem Sofa genießen und dafür für Pay-TV-Sender bezahlen?

Ich befürchte, dass das so ist. Ich kenne ja auch keine Lokalität, in der man sich mit Gleichgesinnten trifft, um eine Theateraufführung, einen Liederabend auf dem Großbild-Fernseher zu verfolgen. Wobei, hat das schon mal jemand probiert?

Die Besten Frau der Welt – mit der ich gleich frühstücke – und ich würden es begrüßen, wenn die Sender auch viel Geld für die Kultur ausgeben und sich Gastronomen trauen, zum gemeinsamen Theatergenuss einzuladen.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und Gesundheit.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Otto, Rebekka, Toribio

Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

 


Veröffentlicht am: 23.06.2020

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