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Zehn Gründe für einen Bausparvertrag

Als Finanzierungsbaustein fürs Eigenheim ist der Bausparvertrag allgemein bekannt und akzeptiert. Was aber, wenn man noch nicht weiß, ob man irgendwann bauen will? Oder man bereits in eigenen vier Wänden wohnt? „Ein Bausparvertrag ist wesentlich vielseitiger als allgemein bekannt“, findet Schwäbisch Hall-Expertin Kathrin Mühe und nennt zehn Lebenssituationen, in denen der Spar- und Finanzierungsklassiker nützlich ist.

Bauherren:
Der Bausparvertrag ist neben Eigenkapital und Bankdarlehen die dritte Säule einer soliden Baufinanzierung. Mit dem angesparten Guthaben verbreitert der Häuslebauer seine Eigenkapitalbasis. Gleichzeitig sichert er sich schon bei Vertragsbeginn gleichbleibend niedrige Zinsen für das Bauspardarlehen, das rund ein Viertel der Baukosten decken sollte. Vorteil: Sondertilgungen sind beim Bausparen kostenfrei.

Berufseinsteiger:
Auf einem Bausparvertrag lassen sich die vermögenswirksamen Leistungen des ersten Arbeitgebers gut anlegen. Mit Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage macht der Staat noch mehr aus dem ersten Gehalt. Besonders lukrativ: ein Wohn-Riester-Bausparvertrag. Schon ab 60 Euro Sparleistung können Berufseinsteiger die Grundförderung von 154 Euro bekommen, dazu gibt’s für alle unter 25 einen einmaligen Einsteigerbonus von 200 Euro.

Hauseigentümer:
Irgendwann stehen bei jedem Haus Renovierungen an. Nach rund 15 Jahren wird es Zeit für ein neues Bad, nach 20 bis 25 Jahren gilt es, die Fassade aufzufrischen und neue Fenster stehen auf der Wunschliste. Gut vorbereitet ist, wer dafür einen zuteilungsreifen Bausparvertrag einsetzen kann – gewissermaßen den „Krankenschein fürs Eigenheim“.

Selbständige:
Sie haben bei Bankkrediten wegen ihres unregelmäßigen Einkommens oft einen schweren Stand. Die Konditionen verbessern sich mit einem Bausparvertrag: Das Guthaben zählt als Eigenkapital und man beweist die Fähigkeit zur regelmäßigen Sparleistung.

Anschlussfinanzierer:
Wenn die Zinsbindung des Annuitätendarlehens ausläuft, lässt sich die Restschuld ganz oder teilweise mit einem zuteilungsreifen Bausparvertrag ablösen. Das ver-kürzt die Laufzeit der Finanzierung und senkt die Gesamtkosten deutlich. Bei einem Einfamilienhaus macht der Unterschied leicht eine fünfstellige Summe aus.

Energiesparer:
Modernisieren heißt heute vor allem, die Energiebilanz zu verbessern, z.B. mit einer neuen Heizungsanlage oder einer optimierten Wärmedämmung. Im Schnitt sind dafür Investitionen von 20.000 bis 50.000 Euro fällig – eine Größenordnung, bei der Banken in der Regel Aufschläge für Kleinkredite nehmen. Ein Bausparvertrag kommt ohne Kleindarlehenszuschlag aus und kann außerdem schnell zurückgezahlt werden.

Best Ager:
Jenseits der Lebensmitte wird es Zeit, an den altersgerechten Umbau des Zuhauses zu denken. Gut, wenn für ein seniorengerechtes Bad oder den Einbau eines Treppenlifts Eigenkapital und der Anspruch auf ein zinsgünstiges Darlehen zur Verfügung stehen.

Nachrüster:
Das Leben verläuft nicht immer nach Plan. Ein Bausparvertrag hilft beim An- oder Umbau – etwa wenn später der Schwiegervater einzieht und eine Einliegerwohnung nötig wird oder Tochter und Freund das Dachgeschoss ausbauen wollen.

Hausfrauen ohne eigenes Einkommen:
Für die staatlichen Prämien auf Bausparleistungen gelten Einkommensgrenzen. Wer nicht berufstätig ist, hat kein Problem, die staatlichen Finanzspritzen zu bekommen.

Großeltern:
Ein Bausparvertrag lässt sich problemlos auf Familienmitglieder übertragen. So können Opa und Oma ihren Enkeln wertvolle Starthilfe geben.

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Veröffentlicht am: 28.11.2009

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