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Schrecken und Lust

Hieronymus Bosch, Nachfolger
Die Versuchung des heiligen Antonius, um 1525/30
Öl auf Holz, 63 x 82 cm
Rijksmuseum Amsterdam,
Dauerleihgabe im Noordbrabants Museum, ’s-Hertogenbosch

Die Legende vom verführten, bedrängten und gequälten Eremiten Antonius bot Künstlern seit dem späten Mittelalter reichen Stoff für phantastische Bildwelten: Hässliche Dämonen treffen auf laszive Schönheiten, kuriose Mischwesen bevölkern bizarre Landschaften, die Grenzen zwischen Schein und Sein, Wunsch- und Alptraum verschwimmen. Die Ausstellung Schrecken und Lust bietet den ersten repräsentativen Überblick über die Geschichte der Identifikation der Künstler mit diesem Thema. Sie versammelt 70 Gemälde, Zeichnungen, Radierungen und illustrierte Bücher vom Beginn des 14. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, von den frühen Kodices über die Bildwelten des Hieronymus Bosch bis zu ihrer Persiflage bei David Teniers und Felicien Rops, darunter Werke von Paolo Veronese, Jan Bruegel d. J., Salvator Rosa, Lovis Corinth und James Ensor.

Dabei ist die von Athanasius überlieferte Legende des von Reichtum und Schönheit versuchten, von Dämonen verfolgten heiligen Antonius von Lucas Cranach bis zu Henri Fantin-Latour, von Hieronymus Bosch bis zu Max Ernst in einer Weise aktuell geblieben, die überrascht. Die Ängste des Antonius beschäftigen uns heute ebenso, wie sie namhafte Künstler der letzten 500 Jahre zu einem Surrealismus vor der Zeit stimulierten.

Die Versuchung des heiligen Antonius ist ein genau umrissenes Sujet mit festgelegten Episoden und Motiven wie der Peinigung durch Dämonen und der Versuchung durch die Frau. Der asketische Heilige, der bis zu seinem Tod im Jahr 356 in der ägyptischen Wüste lebte, gilt als Vater der Mönche und glaubensstarker Überwinder aller Versuchungen. Obwohl sich im Lauf der Jahrhunderte die geschilderten Details, die intendierten Aussagen und die künstlerische Formensprache erheblich gewandelt haben, bleibt das Thema stets erkennbar. Dabei reicht die Versuchung des heiligen Antonius, im Gegensatz zu anderen Motiven in der christlichen Kunst, weit über den religiösen Bereich hinaus – schon bald nach 1500 transportiert das christliche Thema auch weitere Inhalte.

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Veröffentlicht am: 10.01.2010

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