Meister des Spionage-Thrills: John le Carré im Porträt

Agentenstorys reißen mit: das Geheimnis, die Action, der Thrill! Der Phantasie sind beim Gedanken an ein Leben im Untergrund – immer auf Achse, keine Atempause, immer am Drücker – keine Grenzen gesetzt. Weltweit hängt ein Millionenpublikum an den Lippen der Genre-Ikonen und John Le Carré kann zweifelsohne als der veritable Hohepriester der Agenten-Roman-Autoren angesehen werden.

Mit „Dame, König, As, Spion“ gelangt eins seiner Meisterwerke am 2. Februar 2012 in die Kinos. Höchste Zeit, um sich ein Bild über den schreibenden Spionage-Großmeister zu verschaffen!

David John Moore Cornwell

Wer ist das? Nun, auch John Le Carré konnte sich seinen Namen nicht aussuchen und so wurde er unter dem obenstehenden 1931 im südenglischen Poole geboren. Seine Mutter verließ die Familie als er fünf Jahre alt war und so wuchs er unter der zweifelhaften Obhut seines Vaters – dieser wurde mehrfach wegen Hochstaplerei und Betruges verurteilt – auf.

Bern, Oxford, Eton, Bonn

Was sich nach einem rätselhaften Städtetrip anhört, sind nur einige der Stationen, an denen Le Carré vor seiner Schriftstellerkariere wirkte. Nach Studium in Bern und Oxford lehrte der wortgewandte Akademiker von 1956 bis 1958 in Eton Französisch und Deutsch. Ein Jahr später wurde er vom britischen Auslandsgeheimdienst angeworben, um in Bonn an der Botschaft und später in Hamburg im Konsulat zu arbeiten. Die Hinterzimmer des Kalten Krieges lernte er so ganz real und in aller Ausführlichkeit kennen.

Schlapphut wird Schriftsteller

1964 hängte Mr. Moore Cornwell schließlich den Schlapphut an den Nagel und begann unter seinem Pseudonym John Le Carré eiskalte und eisenharte Spionageromane zu schreiben. Diese trafen offenbar immer wieder den Nerv der Zeit – bis heute veröffentlichte der Meister stolze 21 Bücher, darunter 18 Bestseller! „The Spy Who Came In from the Cold“ erhielt dazu den „Dagger of Daggers“ und gilt als der beste Kriminalroman der vergangenen 50 Jahre. Spätestens dieser Preis der Preise in Sachen Kriminalliteratur adelte Le Carré zum König der Krimi-Autoren.

Immer schön diskret

Bei Le Carré ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass er sein Privatleben wie ein Staatsgeheimnis hütet. Viel weiß man nicht über seinen Alltag. Wenn der Guru selbst auspackt, dann jedoch nie ohne ein Fünkchen Humor. Oder wie ist es sonst einzuordnen, wenn er auf Johnlecarre.com davon berichtet, dass sein Tagesablauf hauptsächlich aus Romane schreiben, spazieren gehen, schwimmen und trinken besteht? Ganz beiläufig lässt er seine Leserschaft auch wissen, dass er nicht nur auf das Spionagethema reduziert werden kann, schließlich hat er in jungen Jahren auch mit Handtüchern gehandelt, eine Scheidung hinter sich gebracht, Elefanten gewaschen, die Schule geschmissen und eine walisische Schafherde mit einer 25-Pfund-Granate erheblich dezimiert, weil er laut eigener Aussage zu dumm war, den Instruktionen seines Militärausbilders zu folgen. Seinen Humor hat der mittlerweile 80-Jährige offenbar noch lange nicht verloren und so warten seine Leser gespannt auf sein nächstes Werk.

Mit „Dame, König, As, Spion“ erwartet uns bereits ab 2. Februar ein ganz besonderer Le-Carré-Leckerbissen im Kino. Gary Oldman, Colin Firth und Kollegen lassen uns das Blut in den Adern gefrieren, wenn der Kalte Krieg droht, mächtig heiß zu werden.

Dame, König, As, Spion

Regie: Tomas Alfredson
Darsteller: Gary Oldman, Colin Firth, Tom Hardy, John Hurt, Toby Jones, Mark Strong, Benedict Cumberbatch, Ciarán Hinds u.a. nach dem
Bestseller von John le Carré
Kinostart: 2. FEBRUAR 2012
im Verleih von STUDIOCANAL

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