Wirtschafts-News vom 10. September 2015

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Der französische Automobilzulieferer Faurecia wird beim diesjährigen Automotive Brand Contest (ABC) für drei innovative Lösungen geehrt. In der Kategorie „Concepts“ gewinnt das Leichtbaukonzept „Less is More“, das auf der Pariser Automesse 2014 Premiere feierte, in der Kategorie „Parts & Accessoires“ macht ein automatisches Autositzversenkungssystem das Rennen  und in der Kategorie „Campaign“ werden speziell für die Frauenfußballmannschaft des VfL Wolfsburg designte Spielerbänke als „Special Mention“ prämiert. Mit den Preisen knüpft Faurecia an den Erfolg des Vorjahres an, als es als erstes Zuliefererunternehmen überhaupt beim Automotive Brand Contest in der Kategorie „Concepts“ ausgezeichnet wurde – damals für das Innenraumkonzept Performance 2.0. Die Awards werden während der offiziellen ABC-Veranstaltung am 15. September in Frankfurt am Main parallel zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) übergeben. Das Leichtbaukonzept „Less is More“ beinhaltet strukturelle und semistrukturelle Bauteile, besonders im Bereich Verbundwerkstoffe, ein System zur Abgaswärmerückgewinnung sowie einen Leichtbausitz mit innovativem Aufbau, der den Fondpassagieren einen drei Zentimeter größeren Knieraum ermöglicht. Mit dem automatischen Sitzversenkungssystem, das Faurecia speziell für den Renault Espace entwickelt hat, kann jeder Sitz in der zweiten oder dritten Reihe vollständig umgeklappt werden.

Gesetzliche Krankenkassen wollen Smartwatches bezuschussen; ein privater Versicherer kündigte an, die gesunde Lebensweise seiner Kunden in die Beitragshöhe einfließen zu lassen. Überwacht werden solle das per App. Da stellt sich die Frage: Werden wir demnächst zum "gläsernen Versicherten"? Die Antwort lautet: Nein. Das belegt die aktuelle Continentale-Studie 2015. Ein Ergebnis: 63 Prozent der Bürger lehnen es klar ab, ihre Gesundheitsdaten an Dritte weiterzugeben, weitere 22 Prozent sind immerhin skeptisch. Obwohl die technischen Möglichkeiten gegeben sind, nutzen derzeit nur 6 Prozent der Befragten Gesundheitsapps und Co. zur Messung und Speicherung ihrer Daten. Um zum "gläsernen Versicherten" zu werden, muss die Bereitschaft bestehen, die eigene Gesundheit mit technischen, internetfähigen Geräten zu überwachen. Allen Schlagzeilen über Gesundheitsapps und Smartwatches zum Trotz nutzen aber nur 2 Prozent solche Möglichkeiten intensiv und 4 Prozent gelegentlich.

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