Wirtschafts-News vom 18. Juli 2016

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Der eine oder andere erinnert sich sicher noch an den legendären Opel Kapitän oder auch an den Admiral. Man könnte Opel also eine gewisse Affinität zur Seefahrt unterstellen, obwohl die Rüsselsheimer meines Wissens nach nie Schiffe gebaut haben, aber ich kann mich da auch täuschen.

Jetzt kann man jedenfalls mit Hilfe von Opel in See stechen, denn Opel bietet einen Außenbordmotor für Hochleistungsboote  an.  Sein Name: OXE, was auf Schwedisch Ochse bedeutet. Der Außenborder basiert auf dem Zweiliter-Dieselmotor, den Opel in Kaiserslautern fertigt, und der normalerweise in den Modellen Cascada, Insignia und Zafira  auf der Straße zum Einsatz kommt. In seiner Marineversion leistet der Vierzylinder 147 kW/200 PS. und bietet ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern.

„Mit der Lieferung unseres Dieselmotors an Cimco Marine AB erweitern wir den Einsatzbereich unseres Motors aus Kaiserslautern“, erklärt man bei Opel. Der OXE-Diesel aus Deutschland ist besonders langlebig und servicefreundlich. Im maritimen Einsatz muss er nur alle 200 Stunden – im Vergleich zu etwa 100 Stunden bei einem Benzinmotor – gewartet und erst nach 2000 Stunden revidiert werden. Bootsmotoren sind einer besonderen Belastung ausgesetzt, da sie die meiste Zeit mit Dauervollgas laufen müssen. Dabei verbraucht der Turbodiesel rund 42 Prozent weniger Kraftstoff als ein  vergleichbarer, moderner Zweitakt-Außenborder.

Für viele Marktteilnehmer überraschend entschied sich die Mehrheit der britischen Bevölkerung am 23. Juni für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Die Folgen des Votums lassen sich noch nicht genau prognostizieren. Kurzfristig setzten die Baufinanzierungszinsen in Deutschland ihren Abwärtstrend fort.

Der Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen lag Anfang Juli mit 0,79 Prozent auf einem neuen Tiefststand.  "Die mit dem Brexit verbundene Unsicherheit sorgt dafür, dass Geld verstärkt in sichere Anlagen investiert wird", berichtet man bei Dr. Klein & Co. AG. "Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sinkt weiter und folglich gehen die Baufinanzierungszinsen, die bereits auf einem historisch niedrigen Niveau sind, weiter zurück. Darüber hinaus ist kurzfristig keine wesentliche Änderung der EZB-Leitzinspolitik zu erwarten. Eine Zinserhöhung seitens der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) werde erst erwartet, wenn die Folgen des EU-Austritts von Großbritannien besser kalkulierbar seien.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20160718_kvp.mp3

© Copyright by genussmaenner.de - Berlin, Deutschland - Alle Rechte vorbehalten.
Veröffentlicht am {DATE:d.M.Y : DE} unter dieser Internetadresse: http://www.genussmaenner.de/index.php?aid=46448