Gesundheits-News vom 30. September 2016

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Etwa jeder zweite Deutsche hat bereits einmal im Internet nach Informationen zu Krankheiten gesucht. Das gilt sowohl bei leichten Beschwerden als auch bei schweren Krankheiten. Fast alle User starten ihre Recherche mit den einschlägigen Suchmaschinen, wie beispielsweise google.de. Ungefähr die Hälfte lernt über Gesundheitsblogs und Gesundheitsforen die Sichtweise anderer Betroffener kennen.

Genauso viele suchen auf speziellen Gesundheitsseiten, wie etwa netdoktor.de oder apotheken-umschau.de. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Meinungsumfrage des Deutschen Gesundheitsmonitors des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) im zweiten Quartal 2016.  Interessant dabei ist, dass soziale Netzwerke bei der Krankheitsrecherche fast keine Rolle spielen: Facebook & Co. nutzen weniger als 10 Prozent der Informationssuchenden.

Sowohl bei leichten als auch bei schweren Erkrankungen suchen 91 Prozent nach Informationen zum Krankheitsbild. Die Recherche nach Behandlungsmöglichkeiten spielt bei schweren Erkrankungen mit 87 Prozent eine etwas größere Rolle als bei leichten Erkrankungen, da sind es 81 Prozent. Bei der Frage nach dem Zweck der Informationssuche zeigt sich eine Tendenz zum kritisch-aufgeklärten Patienten: Mehr als drei Vierteln der Befragten helfen die Informationen dabei, bei Ärzten und Apothekern gezielter nachzufragen. Allerdings ist auch jeder Dritte durch die Vielzahl der online angebotenen Informationen verwirrt.

Im heutigen Gesundheitswesen den Durchblick zu behalten, kann manchmal schwierig sein. Besonders wenn es um die eigene Gesundheit geht, fühlen sich Patienten oft verunsichert und allein gelassen. Nicht ohne Grund gehört Deutschland zu den Ländern mit den häufigsten Arztkontakten. Nach OECD-Zahlen aus dem Jahr 2013 gehen die Deutschen rund zehnmal pro Jahr zum Arzt.

Der OECD-Durschnitt liegt bei 6,6 Arztbesuchen. Ursache für die vielen Praxisbesuche sind nach Ansicht der KKH unzufriedene Patienten, die unter chronischen und multimorbiden Erkrankungen leiden und keine adäquate Behandlung durch ihren Arzt erfahren. Um Informationen zu bündeln und den Patienten einen Durchblick im Dickicht des Gesundheitsdschungels zu bieten, hat die KKH für ihre Versicherten jetzt ein neues Angebot eingerichtet. „Ob gesund werden, gesund bleiben oder für den Pflegefall – der neue Online-Navigator im Gesundheitsdschungel zeigt den Versicherten im Internet Lösungsmöglichkeiten für jede Lebenslage“.

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