Morgengruß von Helmut Harff: Hausmusik

Einige klingende Gedanken...

Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Heute geht es nicht um House Music, sondern wirklich um Hausmusik. Zugegeben schon gestern war der Tag der Hausmusik. Wie man bei Wikipedia erfährt, findet der in Deutschland seit 1932 am 22. November statt. Er wurde mehrfach von Dagmar Sikorski, Präsidentin des Deutschen Musikverleger-Verbands e. V. (DMV) ausgerufen.

Nicht zufällig fällt der Tag der Hausmusik auf den Cäcilientag. Die heilige Cäcilie ist nämlich die Schutzpatronin der Kirchenmusik und sein 1954 für die Katholiken auch für die Hausmusik zuständig.

Als man Musik noch nicht überall hören konnte, war die Hausmusik eine sehr beliebte Form Musik zu genießen. Das schöne dabei war, dass man nicht nur passiv Musik genoss, sondern selber aktiv wurde. Ob das immer so perfekt geklungen hat, kann wohl bezweifelt werden. Doch das war ja auch nicht unbedigt das Ziel. Das gemeinse Musikerlebnis war viel wichtiger.

Sicherlich wird heute weniger zuhause gemeinsam musiziert. Doch gerade in der Advents- und Weihnachtszeit werden bei vielen Menschen die schon fast vergessenen Instrumente ausgepackt. Man versucht zaghaft sich wieder das mal gelernte zu erinnern. Die ersten Töne klingen noch holprig, doch nach einiger Zeit geht es schon ganz gut. Einer Hausmusik steht also nichst mehr im Weg. Vorausgesetzt, es gelingt, die anderen ebenfalls zum gemeinsamen Musizieren zu überreden.

Ich glaube allerdings auch, dass die Hausmusik nie wirklich aussterben wird. Musik zu machen ist einfach ein uraltes Bedürfnis von uns Menschen und für unsere Entwicklung, für alle Kulturen existenziell wichtig. Nicht umsonst versuchen immer wieder radikale Kräfte, mal aus dem christlichen, mal aus dem islamischen Umfeld, Musik zu verbieten und damit den Menschen etwas sehr wichtiges zu nehmen.

Ich habe leider nie ein Instrument gelernt, bin sicherlich auch nur bedingt begabt für ein solches Tun. Doch irgendwie finde ich es schade, dass ich nicht einmal die Gitarre von der Wand oder die Mundharmonika aus dem Schrank nehmen und wohlklingente Töne hervorbringen kann.

Doch zu spät ist es ja nie. Vielleicht kommt ja jemand auf die Idee, mir mal ein Instrument zu schenken. Wobei, sich selber und den Nachbarn tut der jenige sicherlich keinen gefallen.

Da mache ich lieber bei Musik aus der Konserve Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Treffen Sie sich doch ruhig mal wieder zur Hausmusik.

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