Wirtschafts-News vom 7. März 2017

Michael Weyland informiert...

(Michael Weyland) Seit Jahresbeginn haben bereits 430 Stromgrundversorger ihre Preise erhöht oder Preiserhöhungen angekündigt - in der Spitze um 14,9 Prozent. Damit erhöht 2017 fast jeder zweite Stromgrundversorger die Preise durchschnittlich um 3,5 Prozent.  Davon sind insgesamt etwa 17 Millionen Haushalte betroffen.

Stromkunden in der Grundversorgung zahlen so viel wie seit drei Jahren nicht mehr: Durchschnittlich kosten 5.000 kWh Strom 1.501 Euro im Februar 2017. Damit ist der Höchststand von 30 Cent/kWh aus dem Jahr 2014 erreicht. Aufgrund der bereits angekündigten Strompreiserhöhungen für März und April ist mit einem neuen Rekordhoch zu rechnen. Trotzdem hat über die Hälfte der Stromkunden noch nie den Versorger gewechselt.

"Der Strompreis in der Grundversorgung steht kurz vor einem neuen Allzeithoch", sagt man bei CHECK24.de. "Kunden, die noch im teuren Grundversorgungstarif sind, sparen durch den Wechsel zu einem alternativen Anbieter jährlich mehrere hundert Euro."

Durch höhere EEG-Umlage und Netzentgelte sowie steigende Spotmarktpreise an der Strombörse werden auch die Tarife der Alternativanbieter teurer. 5.000 KWh Strom kosten aktuell (Stand Februar 2017) im Schnitt 1.251 Euro. Dennoch wird ein Stromanbieterwechsel immer lukrativer:  … Durch einen Wechsel im Februar 2017 spart ein Vierpersonenhaushalt im Schnitt 250 Euro pro Jahr. Vor zehn Jahren waren es nur 71 Euro.

Wie der Branchendienst APOTHEKE ADHOC berichtet, arbeitet der US-Konzern mit Hochdruck daran, einen Lieferdienst für Arzneimittel auf die Beine zu stellen. Dabei helfen sollen als Partner ausgewählte Apotheken vor Ort.

Laut Bericht spricht Amazon derzeit sowohl mit Versandapotheken als auch mit Apotheken vor Ort. Im Kern soll es darum gehen, „Amazon Prime“ um die Kategorie Gesundheitsprodukte und Arzneimittel zu erweitern. Beim Premiumdienst, der 69 Euro im Jahr kostet, können Kunden in bestimmten PLZ-Bereichen sich Ware am selben Tag oder sogar innerhalb weniger Stunden liefern lassen.  Strategie des Konzerns soll es sein, in jeder Stadt der betroffenen Regionen eine Apotheke unter Vertrag zu nehmen. Diese soll die bestellte Ware dann zum Umschlagplatz liefern, wo sie von den von Amazon beauftragten Logistikern in Empfang genommen wird.  Amazon selbst darf in Deutschland keine Apotheke betreiben, könnte sich aber einen exklusiven Partner suchen. 

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