Wirtschafts-News vom 7. Juni 2018

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank erschwert die Altersvorsorge. Denn wer Geld für später zurücklegt, kann derzeit nur mit geringen Zinsen rechnen. Einen Ausweg bietet die Altersvorsorge mit einem eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung. Statt von Zinsen profitieren Immobilienfinanzierer im Ruhestand von der ersparten Miete, erklärt die LBS Bayern.

Der Staat unterstützt Menschen auf dem Weg in die eigenen vier Wände. Die Wohnriester-Förderung kann ihnen Vorteile von mehreren zehntausend Euro bringen. Jeder förderberechtigte Erwachsene, der Wohnriester nutzt, erhält seit diesem Jahr 175 Euro Grundzulage im Jahr vom Staat, erklärt die Bayerische Landesbausparkasse. Das gilt für diejenigen, die Eigenkapital für eine selbstgenutzte Immobilie ansparen, genauso wie für diejenigen, die ihr Darlehen abzahlen. Zusätzlich gibt es für jedes Kind 185 Euro und für ab 2008 Geborene sogar jeweils 300 Euro Kinderzulage oben drauf. Eine vierköpfige Familie kann also jedes Jahr fast 1000 Euro allein an Zulagen erhalten. In vielen Fällen kommen Steuervorteile dazu. Das alles trägt dazu bei, dass der Immobilienkredit schneller abbezahlt werden kann. So spart man Zinsen und ist früher schuldenfrei. Die geförderten Spar- und Tilgungsbeiträge müssen zwar ab dem Renteneintritt versteuert werden. Doch das zahlt sich aus. Denn in der Regel liegt der Steuersatz im Ruhestand weit unter dem der Berufstätigkeit. Und die Belastung durch die Miete fällt komplett weg.

Finanzämter brauchen mehr Zeit, um eine Steuererklärung zu bearbeiten als im Vorjahr. Der bundesweite Schnitt liegt bei 55,4 Tagen und ist somit 2,4 Tage schlechter als im Vorjahr. Das geht aus einer Datenerhebung der Online-Steuererklärung Lohnsteuer-kompakt.de hervor, in der 300.000 abgegebene Steuererklärungen anonymisiert ausgewertet wurden.

Im Länder-Ranking hat Berlin im zweiten Jahr in Folge die schnellsten Finanzämter Deutschlands. Die Finanzämter in Berlin brauchen im Schnitt 47,9 Tage, um eine Steuererklärung zu bearbeiten. Das sind fast drei Tage mehr als im Vorjahr. Trotzdem behauptet Berlin die Spitzenposition. Auf dem zweiten Platz bleibt wie in beiden Jahren zuvor Rheinland-Pfalz mit einer durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von 49,7 Tagen. Die Finanzämter in Rheinland-Pfalz brauchten in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt mehr als drei Tage länger für die Bearbeitung einer Steuererklärung als im Vorjahr.  Sachsen-Anhalt bleibt auf dem dritten Platz, braucht aber durchschnittlich sogar 4,5 Tage länger als im Vorjahr. 

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