Morgengruß von Helmut Harff: Ein Liebenserklärung

... am Potsdamer Nächte

Potsdam gehört für mich zu den schönsten, den allerschönsten Städten Deutschlands. Die brandenburgische Landeshauptstadt quillt nicht nur vor Historie, vor Kunst und Kultur schier über, sie liegt auch noch wunderschön an der Havel und bietet eine fast einmalige Lebensqualität. Außerdem ist es fast so etwas wie ein Vorort von Berlin, was nun wieder die Potsdamer nicht gern hören.

An zwei Tagen im Jahr, genau an zwei Abenden und Nächten wird Potsdam zu so etwas wie ein Traum aus Tausend und einer Nacht. Nacht ist das richtige Stichwort, denn dann lädt Potsdam in den Park von Sanssouci zur Potsdamer Schlössernacht. Dahin machte sich gestern auch zu einem wunderschönen Arbeitsausflug die genussmaenner.de-Redaktion auf.

Hier schon mal ein Tipp an alle, die für den heutigen Abend Karten haben oder sich noch welche sichern wollen: Wenn man rechtzeitig kommt, findet man sogar in unmittelbarer Nähe der historischen Mühle Parkplätze. Fraglich ob die Veranstalter das gern lesen.

Lieber hören die sicher, dass auch die 20. Auflage der Potsdamer Schlössernacht mehr als gelungen ist. So illuminiert sieht man den Park von Sanssouci wirklich nur zweimal im Jahr - ebnen zur Schlössernacht. Tausende Lichter sorgen für eine einzigartige Stimmung, von der sich ganz sicher alle Besucher anstecken lassen.

Ansteckend ist auch die Lebensfreude, die all die Künstler, die Musiker und Theaterleute verströmen. All die zauberhaften Darbietungen hier aufzuzählen, das würde den Rahmen einfach sprengen. Eines der Highligts ist ganz sicher die niederländische Gänsekapelle. So eine clowneske Musikdarbietung habe ich noch nie gesehen - so viele strahelnde Gesichter auch schon lange nicht mehr. Was ein Pärchen Mensch und dreizehn Gänse - die stammen eigentlich aus Toulouce - für einen Spaß verbreiten können, davor kann man in Manier des Alten Fritzen nur den Dreispitz ziehen.

Ob der alte König auch so viel Vergnügen daran gehabt hätte, dass sich seine Untertanen in seinem Schlosspark so vergnügen? Vielleicht schon. Wirkliches Vergnügen hätte er sicherlich an einer Frau gehabt. Die heißt Simonetta Ginelli, ist blond, versteht sehr viel von Musik und ganz viel davon, wie man die auf einer Harfe zu Gehör bringt. Bei "meinem" Instrument - mein Name hat etwas mit der Harfe zu tun - geht mir immer das Herz auf. Es ist schon erstaunlich, dass sich in unserer lauten Zeit die Menschen die Zeit nehmen, den mehr oder weniger zarten Tönen einer Harfe zu lauschen. Das ist für mich eine weitere Attraktion der Potsdamer Schlössernacht.

Habe ich Ihnen den Mund wässrig gemacht? Warum machen Sie sich nicht auf den Weg nach Potsdam und genießen heute die laue Sommernacht und die phantastische Potsdamer Schlössernacht. Schöner wird es nirgendwo.

Ich muss jetzt erstmal schnell zum Bäcker, dann gibt es Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Simonetta Ginelli

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