Hol den Dax aus seinem Bau

… oder wie macht Geld machen Spaß

Männer lieben viele Tiere. Sie lieben ihren Hund, ihre Katze, ihren Vogel oder ihre Fische. Es gibt aber auch Tiere, von denen Männer häufig gar nicht wissen, wie eng sie mit ihnen verbunden sind. Eines dieser Tiere ist der Dachs. Die allermeisten bekommen Meister „Grimbart“ nie zu sehen, denn der ist nachtaktiv, der Dachs.

Es ist also kein Wunder, dass Mann so wenig über den Dachs weiß und selbst so mancher Jägersmann den Allesfresser noch nie zu Gesicht bekommen hat, obwohl sein Hut von einem Dachsbart geziert wird. Der Dachs hat auch etwas mit einer Manneszier zu tun. Gemeint ist der Bart. Wer sich nass rasiert, braucht dazu einen Rasierpinsel und die besten bestehen nun mal aus Dachshaar.

Wer als Maler, als künstlerisch veranlagter Maler zum Pinsel greift, kommt auch wieder nicht am Dachs vorbei, denn die besten Kunstmaler-Pinsel bestehen aus Dachshaar.

Es gibt aber noch einen ganz anderen Dachs. Der wird ähnlich ausgesprochen aber anders geschrieben. Gemeint ist der Dax. Dax, das ist eigentlich kein Name, sonder nur die Abkürzung für den Deutschen Aktienindex. Den kennen wie den Dachs viele Menschen, doch die meisten wissen wenig über ihn. Zu beobachten ist der Dax nicht nur in der Nacht, sondern auch am Tage. Das heißt aber nicht, dass der Dax das Licht wirklich liebt.

Es gibt allerdings eines, was den Dax vom Dachs  unterscheidet: Der mit den drei Buchstaben ist für viele langweiliger als der Vierbeiner. Wobei, wenn man sich mit dem Dax beschäftigt, zeigt sich, dass auch der spannend sein kann. Er steigt und fällt und nur wenige wissen wieso. Bekannt ist, dass der Dax 30 Werte umfasst, die sozusagen die Creme de la Creme der deutschen Aktiengesellschaften sein soll. Doch wer weiß schon, warum welches Unternehmen im Dax ist oder eben nicht.

Doch der Dax hat wieder einmal mehr mit dem Mann zu tun, als er eigentlich denkt. Viele Männer sorgen sich um ein finanziell abgesichertes Alter. Nun sind es nur wenige, die selber in Aktien, gar in Daxwerte investieren. Wobei, es gibt sicherlich viel mehr, die sich auf die Jagd nach Dax-Gewinnen begeben, als die, die dem Dachs nachstellen. Das komische daran ist, dass die Dax- und die Dachsjäger nahezu genauso häufig zu einem Blattschuss kommen. Der eine, der Jäger, muss genau wissen, wo der Dachs seinen Bau hat und muss dessen Gewohnheiten kennen. Der, der auf den Dax setzt und hier seinen Gewinn machen will, den interessieren wenig die Wohnverhältnisse des Deutschen Aktienindex. Der muss dafür vielmehr über seine Verhaltensweisen, über das, was den Dax bewegt, wissen. Er muss genau wie der Jäger abwarten, auf die beste Schussposition warten, um erfolgreich zu sein.

Es ist also mehr als mühselig, dem Dachs und dem Dax beizukommen. Nur eingefleischte Waidmänner und Börsianer haben Spaß daran. Klar, irgendwann klappt es, man erwischt den Dax und man kauft und verkauft seine Aktien, seinen Anteil am Dax, genau zu diesem Zeitpunkt, der den höchsten Gewinn verspricht. Und doch, man muss zumeist erst sehr viel studieren, bevor man für einen kurzen Moment etwas Spaß hat.

Doch was verspricht mehr Spaß, mehr Vergnügen als die Jagd auf den Dachs und den Dax? Da gibt es so einiges, was einem einfällt. Kochen mit Freunden vielleicht? Ein Theaterbesuch mit den Schwiegereltern? Ein Abend mit netten Menschen? Ja, das wäre es! Doch was machen? Zum Fußball gehen, eine Kneip(en)-Kur unternehmen? Vielleicht eine Runde Kicker spielen oder eine Runde zocken?

Zocken, das wäre sicherlich angenehmer, als sich um Dachs oder Dax zu kümmern. Zocken ja, aber nicht irgendwo. Das beste ist, sich mit den Freunden zuhause treffen, zusammen kochen und dann ab an den Rechner und im Lieblings-Onlinecasino die Kugel rollen lassen. Die trifft sicherer als die des Jägers oder die des Dax-Zockers.

Foto: Pixabay

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