Aufgespießt: Ab in den Bastelkeller

… schließlich steht Weihnachten vor der Tür

 

Der Garten ist winterfest gemacht, das Kaminholz ist gehackt und draußen ist es ungemütlich. Höchstens Menschen mit Hund und wetterresistente Jogger und Radler zieht es da noch nach draußen. Und die anderen? Auf die Couch und die Fettzellen mästen? Zumindest letzteres passiert in der Weihnachtszeit nahezu zwangsläufig.

Stichwort Weihnachtszeit: Das war und ist noch immer die Hochzeit der Bastler. Klar, eigentlich gibt es nichts, was man nicht kaufen kann. Man kann sogar selbst gebasteltes kaufen. Doch kaufen und selber machen - das ist ein himmelweiter Unterschied. Das ist nicht nur ein Unterschied für den, der etwas selbst gemachtes unter dem Weihnachtsbaum findet. Es ist auch etwas ganz anderes für den, der schenkt.

Selbst gemachtes hat für mich immer etwas ganz besonderes. Es ist wirklich einmalig und zeigt mir, dass sich da jemand Zeit dafür genommen hat, mir eine Freude zu machen. Selbst gemachtes zu schenken hat aber auch für mich, den Macher, etwas Besonderes. Es kommt immer von Herzen, es steckt Herzblut drin und ich bin auch ein wenig Stolz darauf, etwas selber gemacht zu haben.

Selbst gemachtes muss nicht unbedingt perfekt sein. Das heißt aber nicht, dass man einfach mal so etwas hinschludern soll. Das heißt auch, dass man sich nur Arbeiten vornehmen soll, von denen man auch etwas mehr als nur die pure Theorie verstanden hat. Sicherlich entdeckt man im Bastelkeller so manches Talent an sich, das man bisher nicht kannte, doch sollte man dem alten Spruch folgen, wonach der Tischler bei seinen Leisten bleiben soll.

Doch eines ist sicher: Niemand ist wirklich talentfrei. Seines muss man nur entdecken. Reicht das an der einen oder anderen Stelle nicht aus, holt man sich eben Hilfe oder trifft sich einfach mit gleichgesinnten Bastelfans.

Auch wenn wir die Heimlichkeit in der Weihnachtszeit so lieben, so kann man doch schon weit vor Weihnachten für strahlende Augen und so manche Vorfreude sorgen. Man lädt einfach den eigenen Nachwuchs zum gemeinsamen Basteln ein. Die vergessen nach dem ersten Schock darüber glatt sogar ihr Handy. Doch man kann - manchmal in Ermangelung des Nachwuchses - auch andere Menschen zum gemeinsamen Überraschungen basteln einladen. Warum nicht mal mit der Schwiegermutter ein Geheimnis teilen? Solange Frau und Schwiegervater nicht eifersüchtig werden ist doch alles gut.

Bei all der Bastelvorfreude bleibt zu erst einmal zu klären, für wen man eigentlich was basteln will. Das will wirklich gut überlegt sein. Aber noch sind es ja 51 Tage bis zum Heiligen Abend.

Foto: Pixabay

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