Wirtschafts-News vom 9. Februar 2019

Michael Weyland informiert...

(Michael Weyland) Autos auf Parkplatzsuche verursachen bis zu 30 Prozent des Verkehrs - und damit rund ein Drittel der Emissionen. Das gilt auch für Berlin. Ein neuer Service in der Easy-Park-App kann die Suchzeit nahezu halbieren: "Find & Park" berechnet die beste Route zum nächsten freien Parkplatz in der Hauptstadt. Und das funktioniert tatsächlich.

Gerade in Zeiten hoher Emissionswerte und innerstädtischer Diesel-Fahrverbote machen Apps dieser Art besonders Sinn. In der neuesten Version zeigt Find & Park nicht nur die beste Route für Parkplatz-Chancen nahe am Ziel an. Der Autofahrer kann auch rund um sein Ziel ganz nach Bedarf Parkplätze finden und dorthin navigieren. Der kostenlose Service ist in die EasyPark-App (Europas Marktführer beim Handyparken) integriert und aktuell in Berlin, Hamburg, Köln und Hannover verfügbar - sowie in 28 weiteren europäischen Großstädten.

Find & Park kombiniert vorhandene Daten (beispielsweise Transaktionsdaten, Geodaten und Open Data), um in der EasyPark-App für jeden Straßenabschnitt die Wahrscheinlichkeit freier Parkplätze farblich anzuzeigen. Der selbstlernende Algorithmus wird mit der Nutzungszeit vor Ort immer präziser. Nach dem Einparken kann der Autofahrer mit der EasyPark-App wie gewohnt seine Parkzeit minutengenau buchen. Dafür fallen die üblichen Servicegebühren an, der Suchvorgang ist dagegen kostenlos. In Deutschland können Autofahrer aktuell in mehr als 150 Städten mit EasyPark ihre Parkzeiten buchen. In Österreich ist der Service in Graz, Linz und Salzburg verfügbar.

Im vor Kurzem vorgelegten Eckpunktepapier zur Grundsteuerreform besteht noch Anpassungsbedarf. Träte das Gesetz so in Kraft, würden vor allem Mieter und Eigentümer in Ballungsräumen unangemessen höher belastet, sagt man beim Verband der PSD Banken.

Bund und Länder hatten sich vergangene Woche auf ein Gerüst der Grundsteuerreform verständigt. So soll die Berechnung künftig auf drei Punkten basieren: dem Alter des Gebäudes, dem regionalen Bodenrichtwert - also dem Wert des unbebauten Grundstücks - und den aus dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamts abgeleiteten durchschnittlichen Nettokaltmieten. Auf Basis dieser Einigung soll nun ein Gesetzentwurf erarbeitet werden, dem auch die Länder letztlich zustimmen müssen.

"Wenn das vorgelegte Modell so in Kraft treten würde, dann müssen vor allem in den gefragten Städten Eigentümer selbst genutzter Immobilien und Mieter mit höheren Kosten rechnen", sagt man. "Bund und Länder sollten darum ihr Eckpunktepapier nachbessern, damit die Mittelschicht sich das Wohnen in den Städten weiterhin leisten kann.

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