Fünf Hausmittel gegen Zahnschmerzen

Mit welchen Tricks sich Beschwerden sofort lindern lassen

Zahnschmerzen sind lästig und treten oftmals in den ungünstigsten Momenten auf: im Urlaub, vor einem wichtigen Geschäftstermin oder mitten in der Nacht. Grundsätzlich sollte bei Zahnschmerzen selbstverständlich immer ein Zahnarzt konsultiert werden.

Wenn der Arztbesuch allerdings noch einige Stunden oder sogar Tage warten muss, lassen sich die Beschwerden zwischenzeitig mit einigen Tricks lindern. Dr. Lutz Spanka, Master of Science für Implantologie und Dentalchirurgie sowie Kieferorthopädie im ZahnZentrum NordWest in Hude, erklärt, welche Hausmittel dafür infrage kommen.

Kühlen

Pochende Zahnschmerzen entstehen oftmals aufgrund von Entzündungen. In diesen Fällen hilft das Kühlen der entsprechenden Stelle, denn kalte Temperaturen reduzieren die Durchblutung und wirken deshalb schmerzlindernd und abschwellend. „Betroffene sollten am besten einen kalten Umschlag von außen an die Wange halten. Dabei aber unbedingt darauf achten, dass das Eis nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommt, um Erfrierungen zu vermeiden“, rät Dr. Spanka.

Ätherische Öle

Nelken- oder Teebaumöl wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, schmerzlindernd. Die Öle nicht schlucken, sondern mit einem Wattestäbchen auf die betroffene Stelle auftragen. Wer Nelken im Haus hat, kann diese vorsichtig kauen, denn dabei wird ebenfalls der natürliche Wirkstoff Eugenol freigesetzt. Nelkenöl sollte allerdings nicht bei Schwangeren zum Einsatz kommen, da es auch wehenfördernd wirkt.

Salz

Zum Würzen von Speisen befindet sich Salz in jedem Haushalt. In Form einer Salzlösung eignet es sich jedoch auch als Hausmittel gegen Zahnschmerzen, denn es desinfiziert und löst Spannungen im Gewebe auf. „Dazu einen Teelöffel Salz in ein Glas mit warmem Wasser geben. Den Mund mehrere Minuten mit der Lösung spülen, danach ausspucken“, erklärt Dr. Spanka. Weil kleine Kinder die Flüssigkeit oftmals herunterschlucken, ist diese Methode für sie allerdings ungeeignet.

Zwiebel

Ob bei Erkältungen, Ohrenschmerzen oder Insektenstichen − die Zwiebel gilt als die Allzweckwaffe unter den Hausmitteln. Auch bei Zahnbeschwerden wirkt sie entzündungshemmend und schmerzlindernd. Für einen Zwiebelumschlag eine Knolle fein hacken und den Umschlag etwa eine Viertelstunde an die Wange halten. Wer mit dem Geschmack kein Problem hat, kann ein Stück Zwiebel auch langsam kauen.

Zahnpasta

Bei vielen Menschen reagieren die Zähne sehr empfindlich auf Hitze und Kälte, weil die Zahnhälse freiliegen und Reize direkt an den Zahnnerv weitergegeben werden. Wer unter dieser Art von Schmerzen leidet, kann fluoridhaltige Zahnpasta auf die Zahnhälse auftragen. „Das Fluorid stellt kurzfristig eine schützende Hülle für den Zahn her und hindert die Reizweiterleitung an den Nerv. Langfristig sollten freiliegende Zahnhälse allerdings behandelt werden, da sich dort auch schädliche Bakterien ansiedeln“, empfiehlt Dr. Spanka abschließend.

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