Morgengruß von Helmut Harff: Regentropfen

… die an mein Fester klopfen

Ich bin mir ziemlich sicher, dass in den vergangenen Tagen nicht nur an mein Fenster hier in Brandenburg die Regentropfen klopften. Ja, Regen ist toll, zumal wir hier und auch anderswo darunter leiden, dass es eben schon lange viel zu wenig geregnet hat.

Ja, das sagt der Verstand, doch das Gefühl sagt, dass so ein sehr regnerisches Wetter nicht das ist, was ich haben will. Herbst ja, zausender Wind ja – Regen nein. Schließlich will ich raus, raus auf den Golfplatz, raus in den Wald. Ich will mich bewegen, ich will Pilze sammeln, ich will abends im Garten vor der Feuerschale sitzen und die von der Besten Gärtnerin der Welt gezogenen Möhren knabbern und dazu einen Grog genießen. Doch bei Regenwetter?, Ja ich kenne den Spruch, dass es kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung gibt. Das mag ja stimmen, aber durchnässt und frierend treibe ich mich nun mal nicht gern draußen rum.

Habe ich da gerade genießen geschrieben? Ja, ich kann das Schietwetter auch genießen – hinter dem Fenster im warmen Zimmer. Noch toller ist es am Abend vor dem bullernden Kamin, mit einem Glas Rotwein oder einem selbst gemachten Likör. So ein Blick in das Kaminfeuer ist deutlich spannender als das Fernsehprogramm und das C-Virus hat auch keine Chance, meine Gedanken zu bestimmen.

Wenn die Regentropfen an mein Fester klopfen, das ist auch die Zeit, sich in einen Sessel zu kuscheln, sich einen Kaffee zu machen und vielleicht eines der so in der Zeit ins Haus getrudelten Bücher in die Hand zu nehmen. Wenn es dann dazu noch ein Stück Kuchen oder Kekse gibt, kann es draußen ruhig so richtig ans Fenster prasseln.

Apropos Kuchen und Kekse: Ich stehe in der Regenzeit auch gern in der Küche. Kuchen backen, Kekse backen – das macht mir dann besonders Spaß. Schließlich steht ja die Advents- und Weihnachtszeit vor der Tür. Da kann man ja schon mal vorbacken. Ob die Kekse bis dahin allerdings reichen, wage ich zu bezweifeln. Die Stollen müssen ja noch ruhen, bevor der erste am 1. Advent – der ist dieses Jahr übrigens schon am 29. November – angeschnitten wird.

Auch sonst ist in der Küche einiges zu tun. Die letzten der fast 30 Hokkaido-Kürbisse wollen genau wie die frisch aus dem Garten kommenden Möhren und das Mangold verarbeitet werden. Da ist meine Kreativität gefragt.

Kuchen, Kekse, Kürbis und Likör – das schlägt sich nieder, vor allem als Hüftgold. Doch das will ich nun auch wieder nicht. Also nutze ich jede Regenpause, um eben doch raus zu gehen. Wie war das mit dem Wetter und der Kleidung? Kommt es in doppelter Bedeutung zu dick, bleibt ja auch noch der Hometrainer. Doch da rumstrampeln und auf die grauen Wolken hinter den regennassen Fenstern blicken – da muss der Blick auf die Waage schon für leichte Panik sorgen.

Damit das nicht so schnell passiert, gibt es zum Frühstück mit der Besten Frau der Welt eher Obst und Gemüse. Das hilft ganz sicher auch gegen die ganz normale Grippe, die es ja auch noch gibt.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Rudolf, Marie-Louise, Adelheid

Foto: Pixabay

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