(djd). Wenn die Tage länger und wärmer werden, beginnt die ideale Zeit für Städtereisen. Kulturell abwechslungsreiche Orte gibt es in Deutschland auch abseits der großen Metropolen.
Die 44.000-Einwohner-Stadt Weiden in der Oberpfalz, bekannt als Heimat des Komponisten Max Reger sowie als traditionsreicher Standort der Glas- und Porzellanherstellung, ist zudem bequem mit der Bahn erreichbar. In der schmucken Altstadt von Weiden gruppieren sich um den Marktplatz bunte Renaissancehäuser zu einem einzigartigen Ensemble. Dort trifft historischer Charme auf lebhaftes Treiben. Architekturliebhaber finden in Weiden auch viele Gebäude aus der Zeit des Jugendstils, darunter die Pfarrkirche St. Josef am Rand der Altstadt.
Sommer-Serenaden im Park
Die bunte Gastroszene in der Altstadt und schattige Parks laden zu kulinarischen und kulturellen Pausen ein. Ein musikalisches Highlight sind auch in diesem Jahr wieder die „Sommer-Serenaden“ im Max-Reger-Park. Von Mitte Juni bis Mitte August treten zweimal wöchentlich – mittwochs um 19 Uhr und sonntags um 16 Uhr – Bands, Kapellen, Orchester und Tanzensembles vor stimmungsvoller Parkkulisse auf. Außerdem stehen Bürgerfeste und Einkaufsnächte auf dem sommerlichen Programm. Die Stadt und ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps entdecken Besucher aber am besten bei einer Stadtführung. Von Anfang Mai bis Ende September startet am Alten Rathaus immer samstags um 10 Uhr ein geführter Rundgang durch die Altstadtgassen. Wer lieber auf eigene Faust unterwegs ist, lädt sich einfach den Audioguide aufs Handy und lernt die schönsten Ecken von Weiden im eigenen Tempo kennen. Unter www.weiden-tourismus.info gibt es den Link zur Audioguide-App sowie weitere Informationen zu allen Sehenswürdigkeiten und aktuellen Kulturveranstaltungen.
Keramikkunst und Kultbier
Nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt lädt das Internationale Keramik-Museum zum Besuch ein. Die Sammlung beherbergt kostbare Keramik-Kunstwerke aus sieben Jahrtausenden sowie innovative Designentwürfe und Handwerkserzeugnisse. Dort werden ausgewählte Exponate in einer seit 2024 schrittweise neu konzipierten Ausstellung aus neuen Blickwinkeln präsentiert. Zurück in der Altstadt, wo sich hippe Cafés, urige Wirtshäuser und elegante Restaurants zur womöglich „längste Bar Bayerns“ aneinanderreihen, lohnt es sich nach dem sechszackigen Stern Ausschau zu halten, der von Zeit zu Zeit an Hauswänden befestigt ist. Er ist das traditionelle Zeichen, dass es an dieser Stelle momentan den Zoigl gibt. Das untergärige Kultbier wird zeitlich beschränkt nach einem festgelegten Kalender gebraut und ausgeschenkt – und ist daher ein authentisches Stück Oberpfälzer Wald.
Foto: djd/Touristikinformation Weiden/Frank Heuer
Längste Bar Bayerns
Weiden in der Oberpfalz ist ein ideales Ziel für einen Städtetrip im Sommer
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