
Der Tod des Zugbegleiters in einem Regionalzug nach einer mörderischen Attacke löste bei Verantwortlichen, bei Politikern und vielen Medien wieder einen ganz typischen Reiz aus: Die Krokodiltränen flossen in Strömen.
Ich fand die Idee der Schweigeminute von Mitarbeitern und Fahrgästen eine tolle Geste. Doch was da sonst passiert, da bekomme ich noch mehr graue Haare. So viel Heuchelei, so viel Hilflosigkeit, so viele krude Ideen – da bekomme ich Magenschmerzen.
Da fordert man Bodycams für alle Mitarbeiten in Zügen. Was hätten die gebracht, man hat ja den Täter. Da fordert man einen Notknopf. Wer soll da kommen um einen direkten Mordanschlag zu verhindern? Ach ja, da soll ja in jedem Zug ein Sicherheitsmitarbeiter mitfahren? In jedem Zug, vielleicht auch noch in jedem Viertelzug, in jedem Wagen? Wie viele Züge sind Tag für Tag unterwegs, wie viele Leute will man da einsetzen? Fahren die dann auch in Bussen, in S- und U-Bahnen?
Nein, um es gleich zu sagen, ich habe keine Idee, wie man Menschen, die im öffentlichen Raum für uns arbeiten, vor mörderischen Idioten schützen kann. Ich befürchte, dass es nichts gibt, was wirklich hilft. Gäbe es das, würde es in Ländern wie China oder Nordkorea nicht einen solcher oder ähnlicher Angriffe geben. Das bezweifele ich allerdings. Nein, was vielleicht helfen kann, ist die geballte Kraft der „Unbeteiligen“ – so die dann überhaupt da sind.
Wie toll ist es, dass mein Frühstück mit der Besten Frau der Welt absolut sicher ist.
Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.
Gratulation allen, die heute Namenstag haben: Agatha, Albuin
Foto: Pixabay
Morgengruß von Helmut Harff: Und wieder rollen die Krokodilstränen
… nur passieren wird nichts
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