
Im Jahr 2025 konnte das Museum Barberini 349.937 Besuche verzeichnen. Damit bewegt sich das Besucherniveau auf stabil hohem Niveau, nachdem 2024 durch die besonders besucherstarken Ausstellungen Munch. Lebenslandschaft sowie Modigliani. Moderne Blicke rund 378.000 Besuche erzielt wurden (2023: 358.130).
Die Zahlen für das Vermittlungsprogramm erreichten 2026 einen neuen Höchststand: Mit über 3.000 durchgeführten Education-Veranstaltungen für 53.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer übertraf das Interesse an Führungen, Workshops, Einführungsvorträgen und weiteren Formaten alle bisherigen Jahre. Möglich wurde diese erneute Steigerung der Auslastung insbesondere durch die Eröffnung des Barberini Studio im Februar 2025, das neben erweiterten Räumlichkeiten für die Vermittlungsarbeit auch eine inhaltliche Ausweitung des Angebots ermöglichte.
Im Jahr 2025 zeigte das Museum Barberini vielfältige Sonderausstellungen. Noch bis Mitte Januar zog Maurice de Vlaminck. Rebell der Moderne 14.260 Besuche an (gesamt: 95.488). Die Schau Kosmos Kandinsky. Geometrische Abstraktion im 20. Jahrhundert begeisterte von Februar bis Mai knapp 130.000 Gäste. Im Sommer präsentierte das Museum die Retrospektive Mit offenem Blick. Der Impressionist Pissarro, die 114.690 Besucherinnen und Besucher verzeichnete. Die Ausstellung Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst, die am 24. Oktober 2025 eröffnete und bis zum 1. Februar 2026 lief, sahen insgesamt 107.000 Gäste in 14 Ausstellungswochen.
Einhorn als Liebling des jungen Publikums
„Wir sind sehr glücklich darüber, dass es die Einhorn-Ausstellung geschafft hat, sonst schwer erreichbare Besuchsgruppen wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ins Museum zu führen. Auch die Anzahl an Familien sowie Erstbesucherinnen und -besuchern in der Ausstellung war bemerkenswert.”, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser inhaltlich tiefen und oft überraschenden Ausstellung diese Zielgruppen an das Erlebnis Museum heranführen konnten."
Auch im Vermittlungsprogramm zur Schau waren die Angebote für Schulen, Kinder und Familien besonders stark nachgefragt. Insgesamt nahmen 17.535 Personen an den 1.010 Veranstaltungen des Education-Programms teil.
Neue Impulse im Digitalbereich
Auch im Podcast-Bereich setzte das Museum Barberini 2025 Akzente. Mit Im Moment – Eine meditative Reise mit Monet entstand ein Audio-Format, das die Kunst der Impressionisten mit Achtsamkeit verbindet und von Schauspieler Benno Fürmann präsentiert wird. Der 2024 auf Deutsch erschienene Doku-Podcast Monet – Zeiten des Umbruchs, der in sechs Teilen durch das bewegte Leben des Künstlers führt, erschien 2025 unter dem Titel Monet – Century of Change auch auf Englisch. Als Hostin konnte dafür die junge britische Historikerin Alice Loxton gewonnen werden, während der britische Schauspieler James d'Arcy Claude Monet spricht.
Mit dem Digital-Projekt Barberini Music Walks wurde ein innovativer Zugang zu den Werken der Sammlung Hasso Plattner geschaffen. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten, DJ und Produzenten Henrik Schwarz entstand eine Anwendung für die Barberini App, mit der Besucherinnen und Besucher die Impressionismus-Sammlung vor Ort auf völlig neue, klangliche Weise entdecken können. Für jeden Saal der Sammlung haben Henrik Schwarz und der Komponist Zacharias Falkenberg atmosphärische Soundscapes entwickelt, die von den kompositorischen Prinzipien der Impressionisten inspiriert sind. Über die Barberini App reagieren diese Klangwelten in Echtzeit auf die individuellen Bewegungen im Raum und beziehen dabei Parameter wie Laufrichtung und Verweildauer ein. Mithilfe von Technologien aus der Game-Entwicklung entstehen bei jedem Gang durch die Sammlung neue, dynamische Kompositionen, die sich mit dem Stil der Impressionisten verweben. Music Walks wurde im November 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt und ermöglicht seither einen neuen Zugang zu den Werken des Impressionismus.
2026: Liebermann, Signac, Netzwerke
2026 steht wieder ganz im Zeichen verschiedener Spielarten des Impressionismus. Ab dem 28. Februar zeigt die Ausstellung Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland über 100 Gemälde von Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt und Lesser Ury, lädt aber auch zur (Wieder)Entdeckung von Künstlerinnen und Künstlern wie Sabine Lepsius, Dora Hitz, Philipp Franck, Gotthardt Kuehl oder Maria Slavona ein.
Ab dem 4. Juli folgt Symphonie der Farben. Signac und der Neo-Impressionismus, die sich Paul Signacs künstlerischem Werk und seiner zentralen Rolle innerhalb der neoimpressionistischen Bewegung widmet.
Ab 7. November begeht das Museum Barberini mit der Jubiläumsausstellung Netzwerke des Impressionismus. Künstler, Händler, Sammler sein zehnjähriges Bestehen im Januar 2027. Die Ausstellung zeigt mit Gemälden von Monet, Renoir, Morisot und Caillebotte, wie der Impressionismus zu weltweiter Anerkennung gelangte. Sie präsentiert Werke aus renommierten Museen wie dem Art Institute of Chicago, der National Gallery in London, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Musée d'Orsay in Paris und dem National Museum of Western Art in Tokio.
Bild: Max Liebermann: Blumenstauden am Gärtnerhäuschen nach Osten, 1923, Privatsammlung