Unfallzahlen 2025: Mehr Verkehrstote

Rückschritt bei Verkehrssicherheit



Am 25. Februar 2026 hat das Statistische Bundesamt die Statistik zu Straßenverkehrsunfällen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Fani Zaneta, Fachreferentin für Verkehrssicherheit beim TÜV-Verband kommentiert die Unfallzahlen.

„Die Unfallzahlen für das Jahr 2025 zeigen: Deutschland tritt bei der Verkehrssicherheit auf der Stelle und macht aktuell sogar Rückschritte. Nach vielen Jahren mit langsam sinkenden Opferzahlen ist die Zahl der Verkehrstoten und Verletzen nun wieder gestiegen. 2.814 Verkehrstote sind ein Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber 2024. Im Fünfjahresvergleich wird der Rückschritt noch deutlicher: Im Vergleich zu 2021 gibt es 10 Prozent mehr Verkehrstote (2021: 2.562). Damit sind wir nicht auf Zielkurs. Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm 2021 – 2030 hat sich Deutschland vorgenommen, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40 Prozent zu senken. Das entspräche, gemessen an 2021, rund 1.540 Getöteten pro Jahr.“

Vision Zero ist keine Utopie

„Die Vision Zero, also eine Mobilität mit null Verkehrstoten, ist keine Utopie, sondern eine Frage konsequenter Umsetzung. Die Unfallstatistik 2025 zeigt: Die bisherigen politischen Maßnahmen reichen in Wirkung und Umsetzung nicht aus. Wir müssen an den Stellschrauben drehen, die nachweislich Leben retten. Dazu gehören eine fehlerverzeihende Infrastruktur insbesondere an Unfallschwerpunkten, konsequente Regelüberwachung und Tempo-Management, sowie die schnelle Verbreitung wirksamer Fahrzeugsicherheitsfunktionen. Und wir müssen Menschen befähigen, kompetent und sicher am Verkehr teilzunehmen. Das ist angesichts eines immer komplexer werdenden Verkehrssystem heute wichtiger denn je.“

Mehr als Statistik: Verkehrssicherheit ist Lebensqualität und Teilhabe

"Wenn Unfallzahlen stagnieren oder steigen, ist das keine statistische Randnotiz. Es bedeutet, dass mehr Menschen im Straßenverkehr zu Schaden kommen. Wir dürfen das Ziel Vision Zero nicht aus den Augen verlieren. Verkehrssicherheit ist Lebensqualität: Sie entscheidet darüber, ob Kinder eigenständig unterwegs sind, ob ältere Menschen mobil bleiben, ob Städte und Gemeinden als Lebensräume funktionieren. Sicherheit ist kein Nebenaspekt der Mobilität, sie ist ihre Grundlage.“

Quelle: TÜV-Verband

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